Neuerscheinungen

Titel 2004 bis 2017 

Helmut Böttiger

Das herausgemeißelte Jahrhundertwerk

Peter Weiss und seine Ästhetik des Widerstands

24 Seiten, mit 5, teils farbigen Bildern von Peter Weiss. Format 14 x 23 cm. Broschur, fadengeheftet. Auflage 300. Erstausgabe. € 12,--

»Die Ästhetik des Widerstands«, die legendären drei grauen Bände von Peter Weiss im Suhrkamp Verlag, waren lange Zeit ein Kultbuch. Bis weit in die achtziger Jahre hinein bildeten sich dazu unzählige Lektürezirkel. Weiss wäre am 8. November 2016 hundert Jahre alt geworden, und der Essay fragt nach der mittlerweile verborgenen Aktualität dieses Jahrhundertwerks. Dabei wird auch genauer auf die Vorgeschichte eingegangen: Weiss begriff sich zunächst als Bildender Künstler. Dieses Werk ist heute aber nahezu verschollen. Unserer Ausgabe sind fünf Abbildungen, darunter drei Selbstporträts des Künstlers, beigegeben

Michael Buselmeier

Heidelberg – Stadt der Dichter?

36 Seiten, mit 2 Abb. Format 14 x 23 cm. Broschur, fadengeheftet. Auflage 300. Erstausgabe. € 12,--

Das Wichtigste am Titel dieser Publikation ist das Fragezeichen. Nach 30jähriger intensiver Arbeit an der Geistesgeschichte seiner Heimatstadt und dem daraus resultierenden, inzwischen 464 Seiten umfassenden Band »Literarische Führungen durch Heidelberg«, erlaubt sich der Autor nun auf 36 Seiten komprimiert, allerdings auf die Literatur beschränkt, dieses Fragezeichen – aber es ist keine Unsicherheit des Autors, eher ein Ausrufezeichen

Christian Schaffernicht

Moment von acht Gedichten mit einer Replik

16 Seiten. Format 14 x 23 cm. Broschur, fadengeheftet. Auflage 200. Erstausgabe. € 10,--
Mit einer Beilage von Zwei farbigen Kompositionen von Jürgen Schiller.

Sprache führt ihr eigenes Leben. Unser Denken, Handeln mag ihr zusetzen, ihr vielleicht eine transparente Seite abgewinnen, jedenfalls Spuren hinterlassen, davon spricht sie. Auf diese Weise wird ihre Existenz gezeichnet von Generationen, und jede einzelne verliert unwiderruflich ihre Gegenwart, Sprache nicht. Was uns unmöglich ist, Sprache bleibt es zueigen, in doppelter Gestalt agieren zu können. Entfaltet sie diese, egal wo und wann, entfaltet sie synchron das Entschwundene als Gegenwärtiges. Wir selbst haben kein Nachleben, die Sprache hat es. Was uns verloren geht, gewinnt sie, ihr potentieller Wiedergang verkörpert Momente unhaltbaren Lebens.

Sebastian Kleinschmidt

Schmerz als Erlebnis und Erfahrung

Deutungen bei Ernst Jünger und Viktor von Weizsäcker.

24 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. € 10,--

Warum nachdenken über den Schmerz? Ist er nicht das größte Übel dieser Welt, ein Übel, das nur eine Antwort verdient: daß man es beseitigt, ja gänzlich aus dem Leben verbannt?
In Sachen Schmerz ist niemand ohne Erfahrung. Früher oder später macht jeder Bekanntschaft mit ihm. Er begegnet uns in drei Formen: bei anderen, an uns selbst und in den Werken der Kunst.
Ernst Jünger und Viktor von Weizsäcker haben von Berufs wegen mit ihm zu tun gehabt, der eine als Soldat im Krieg, der andere als Arzt in der Klinik, der eine als Täter und Opfer, der andere als Helfer und Heiler. Aus der Verschiedenheit der Aufgaben und des Erlebens kommt die Verschiedenheit der Erfahrung. Und aus ihr die Verschie-denheit des Denkens. Die Landschaft der Schmerzen wird in beiden Fällen als gedeutete sichtbar.
Wie wir den Schmerz, die Krankheit, am Ende den Tod verstehen, hängt davon ab, wie wir das Leben verstehen.

Mathias Bormuth / Erich Auerbach

Wahrhafte Wirklichkeit

Erich Auerbach in einer Folge von Briefen. Ausgewählt und eingeleitet von Matthias Bormuth.

40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. € 12,--

Der Romanist Erich Auerbach (1892-1957) zählt mit seinem Hauptwerk »Mimesis« zu den Klassikern der Geistes- und Kulturwissenschaften des zwanzigsten Jahrhunderts. Der große Essayist schrieb auch Briefe von einigem Gewicht. Matthias Bormuth hat 10 Briefe aus dem Zeitraum 1928 bis 1957 ausgewählt und jeweils mit Ein-leitungen zur geistigen Physiognomie des Autors versehen. Die Briefe sind u.a. gerichtet an Walter Benjamin, Werner Krauss, Karl Löwith, Martin Buber. Bei dieser kleinen Publikation denkt man unwillkürlich an den berühmten Titel »Deutsche Menschen« von Walter Benjamin.

Zsuzsanna Gahse

Helmut Heißenbüttel weit vorne

Mit zwei Blättern von Christoph Rütimann
Typografie Rainer Leippold

24 Seiten. Format 14 x 23 cm. Broschur, fadengeheftet. Erstausgabe. September 2016. Auflage 300. € 12,--

Helmut Heißenbüttel hat so gut wie alles, was es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an neuer und erneuernden Literatur gab, in der legendären Sendereihe RADIO-ESSAY im Süddeutschen Rundfunk Stuttgart von 1959 bis 1981 mit einer ruhigen Leidenschaftlichkeit vorgestellt und in seinem essayistischen Werk kommentiert. Um seinen Blick auf die Literatur und erst recht den Blick auf sein vielseitiges Werk nicht aus den Augen zu verlieren, um Heißenbüttel und die Avantgarde vor dem Untertauchen zu bewahren, erinnert Zsuzsanna Gahse, die von 1965 bis 1994 in Stuttgart lebte, an den bedeutenden Autor. In mehreren Anläufen nähert sie sich seiner reichen, geistreich spröden Gedankenwelt, und da sie auch Begegnungen mit ihm beschreibt, wird er wie in kleinen Stills sichtbar.
Helmut Heißenbüttel starb mit 75 Jahren am 19. September 1996 in Glückstadt. Mit unserer Publikation wollen wir an ihn, sein literarisches Werk und den 20. Todestag erinnern.

Richard Pietraß

Dichterleben

Steckbriefe und Kußhände

40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Juni 2016. € 12,--

Richard Pietraß war 18 Jahre lang Gastgeber der Reihe »Dichterleben« des Literaturforums im Brechthaus in Berlin. In diesen Jahren stellte er 125 Lyriker vor, angefangen mit Peter Rühmkorf, beendet mit Alain Lance. Zu jeder Veranstaltung schrieb er einen Vorstellungstext, den er durchweg in seiner ihm eigenen sprachspielerischen Art und Weise verfasste. Diese Kurzbiographien sind bis auf wenige Ausnahmen in der vorliegenden Publikation mit Vergnügen zu lesen.

Sebastian Kleinschmidt

Gedicht und Gedanke

Neun Interpretationen

Typografie Rainer Leippold. – 36 Seiten. Format 14 x 23. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe.
Dezember 2015. € 12,--

Sebastian Kleinschmidt, geboren 1948 in Schwerin, von 1991 bis 2013 Chefredakteur von Sinn und Form, hat sich auch als Autor einen Namen gemacht. 2008 erschien bei Matthes & Seitz Berlin sein Essayband Gegenüberglück, der sich eingehend mit Fragen der Literatur und Philosophie vor und nach 1989 in Deutschland und Europa beschäftigte.

Die hier vorgelegten Interpretationen von Gedichten Peter Huchels, Hilde Domins, Wolfgang Hilbigs, von Elisabeth Borchers, Johannes Kühn, Theodor Storm, Friedrich Hölderlin und Bertolt Brecht nehmen durch Kommentierungsfreude, Gedankenklarheit und Sprachgefühl für sich ein. Dem Leser wird demonstriert, auf welch einzigartige Weise die Gattung des Gedichts dem menschlichen Bewusstsein die existentielle Dimension von Liebe und Tod, von Landschaft und Leben nahebringt. Die Texte zeigen Beispiel für Beispiel, wie sich Anschauung und Begriff, Gedicht und Gedanke wechselseitig erhellen.

Wulf Kirsten

Man muß im Ohr eine Waage für Wortgewicht haben. 

Geerntete Lesefrüchte

Typografie Rainer Leippold. – 36 Seiten, 2 Abbildungen. 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. Dezember 2014. € 12,--

Diese kleine Auswahl an Lesefrüchten wurde aus achtzig Notizbüchern gezogen, die Wulf Kirsten seit 1964 führt. Die Sammlung beschränkt sich vorwiegend auf Zitate, alphabetisiert nach Grundworten. Insgesamt bilden die Texte eine Art Vorhof, aus dem die literarische Arbeit des Autors geschöpft werden konnte.

Hermannn Lenz

Altersnotizen. 1997-1998. 

Ausgewählt und herausgegeben von Hans Dieter Schäfer

Hans Dieter Schäfer. Das unfreiwillige Gedächtnis.

Hermann Lenz und seine Altersnotizen

Ein Wendebuch:
2 Bände in einem Umschlag. 36 + 28 Seiten. Mit 14 Abbildungen und 1 farbigen Beilage. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. € 20,--

Im »Vierundachtzigsten« verzichtete Hermann Lenz auf die »umfangreiche Konzeption von Geschichten« und beschränkte sich auf Notizen, während die zum Tod führende Herzerkrankung ihn immer weiter schwächte. Die Auswahl zeigt den Dichter als unverändert wachen Beobachter, der den Leser an der Umgebung seines Hauses, Erinnerungen und Träumen sowie dem körperlichen Verfall Anteil nehmen läßt. 
Der Aufsatz von Hans Dieter Schäfer erläutert und verbindet die »Altersnotizen« mit dem unveröffentlichten, fast siebzig Jahre geführten Tagebuchwerk, das programmatisch am 1. Januar 1929 beginnt und am 29. April 1998 endet. Durch die Zusammenschau ergeben sich Einsichten, die Hermann Lenz und seine Ehefrau Hanne in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Dem Doppelbuch sind u. a. letzte Fotos sowie fünf eindrucksvolle Zeichnungen in Farbe beigegeben, die der Schriftsteller 1947 und 1950 angefertigt hatte. Die Tagebuch-Aufzeichnungen erhielten von Hermann Lenz den Titel »Altersnotizen« und waren für die Veröffentlichung gedacht.

Volker Braun

Wilderness

Typografie Rainer Leippold

20 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Erstausgabe. Februar 2014. € 10,--

Der Zyklus entstand im Frühjahr 2012 und erschien als Erstdruck in Sinn und Form 4/2013. Es war die letzte von Sebastian Kleinschmidt verantwortete Nummer der Zeitschrift und wurde besonders gefeiert. U.a. las Volker Braun die vorliegenden Gedichte und Lothar Müller schrieb in der Süddeutschen Zeitung darüber: »Der Autor las seinen fulminanten neuen Gedichtzyklus Wilderness, in dem der Attentäter Breivik, die afrikanischen Boat People in Cadiz, und die aus Ezra Pounds Gedichten in die Wirklichkeit entsprungenen Wucherer in eine Sprache geholt werden, in der das Echo von Goethes Prometheus nachhallt.«

Oswald Egger

Deutscher sein. (Essay)

Reihe-Literaturhaus-Stuttgart, Band 4, hrsg. von Florian Höllerer

28 Seiten, Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 500. Erstausgabe. Dezember 2013. € 12,--

Die Publikation erschien zum 18. Dezember 2013 anläßlich der letzten von Florian Höllerer verantworteten Veranstaltung im Literaturhaus Stuttgart. Der Text ist die erweiterte Fassung eines Essays, entstanden für die vom Literaturhaus und der Stuttgarter Zeitung gemeinsam herausgegebenen Reihe »Betrifft« und erstmalig erschienen in kürzerer Form am 21. Jan. 2011 in der Stuttgarter Zeitung.

Barbara König

Man lernt immer wieder dazu

Bibliographie und ausgewählte Texte, hrsg. von Bernd Goldmann.

104 Seiten, mit 6 Abb. Format 14 x 23 cm. Broschur. Auflage 300. Erstausgabe. Herbst 2013. € 18,--

Reihe: Mainzer Bibliographien 2. Hrsg. von der Klasse der Literatur und Musik, Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seamus Heaney

Dank an die Poesie

Nobelpreisrede 1995 und zwei Gedichte, hrsg. und übertragen von Richard Pietraß.

32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Veränderte Neuausgabe in 300 Exemplaren. November 2013. € 12,--

Die erste Auflage der Nobelpreisrede in der Übertragung von Richard Pietraß erschien bei uns im Herbst 1999. Es wurden davon etwa 60 Exemplare ausgeliefert, danach gingen sämtliche elektronischen Druckvorlagen verloren, und wir produzierten nicht weiter. Nach dem Tod von Seamus Heaney im August 2013 entschlossen wir uns, den Text, vermehrt um zwei späte Gedichte, neu aufzulegen.

Wulf Kirsten

Ein Selbstdenker in finsteren Zeiten - Eberhard Haufe

Freundeswort zum Lebensabschied.

2013. 20 Seiten, mit 1 Abb. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstaugabe. September 2013
EURO 10,-- 

Eberhard Haufe starb im März dieses Jahres mit 82 Jahren. Seine größten Verdienste hatte er als Herausgeber klassischer Literatur sowie der Werke von Johannes Bobrowski. »Die zahlreichen selbständigen Publikationen und weit verstreut veröffentlichten Beiträge bezeugen stupende Belesenheit, immensen Fleiß, der sich zu einem beachtlichen Lebenspensum anreicherte«, so sagte es der Freund Wulf Kirsten in seiner Trauerrede, die wir hier in leicht veränderter Fassung vorlegen.

Walter Kappacher

Der vierundzwanzigste Mai

24 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, brosch. Auflage 300. Erstausgabe. Juni 2013. € 10,--

Ausgangspunkt der autobiographischen Erzählung ist die Frühjahrstagung der Akademie für Sprache und Dichtung im Mai 2009 in Berlin und die anschließende, etwas chaotische Zugfahrt zu einer Lesung nach Tübingen. Ende dieses Tages kam noch der Anruf, daß dem Autor soeben der Büchner-Preis zuerkannt worden sei, was ihn dann vollends durcheinander brachte.

Hanns Zischler

Grasmückensommer

Typografie Rainer Leippold.

2013. 24 Seiten mit farb. Frontispiz. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.

Erstausgabe. Auflage 300. Mai 2013 EURO 12,--

»Irdische Unsterblichkeit« – diese Maxime Alberto Savianos verkündet der Gesang der Grasmücke. Hanns Zischler hat sich von ihren Tönen betören lassen und versucht, das Allerflüchtigste mit dem Netz der Schrift einzufangen. Die seltene, historische Zeichnung einer Mönchsgrasmücke aus dem Jahr 1615 schmückt das Titelbild.

H. Sigurd Brieler

Städte mit Wasser sind schöner

Gottfried Benn in Hamburg.

2013. 28 Seiten, mit 17 Abb. Format 14 x 23. Fadenheftung, broschiert.

Erstausgabe. Auflage 300. April 2013 EURO 12,-- 

Hier sind Gottfried Benns mehrfache Aufenthalte in der Hansestadt dokumentiert, ohne dass diese im Werk des Autors Spuren hinterlassen hätten. Erstmals startete er hier 1914 als Schiffsarzt mit der »Graf Waldersee« in die USA. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht jedoch eine Lesung im Audi Max der Universität am 14. Dezember 1954, eingeladen hatte die Goethe-Gesellschaft.

Hermann Lenz

Schwäbischer Lebenslauf

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hans Dieter Schäfer.

2013. 40 Seiten, mit Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. 1. Auflage dieser Ausgabe. Auflage 300. Februar 2013. EURO 12,-- 

1943 veröffentlichte Hermann Lenz in der »Kölnischen Zeitung« durch die Vermittlung von Kasimir Edschmid einen Bericht über seinen Großvater Julius Krumm. Das Porträt des Büchsenmachers und späteren Wirts von Gablenberg ist eine Vorstudie zum Roman »Verlassene Zimmer« (1966). Hans Dieter Schäfer ergänzt den Text um Lesarten aus dem Notizbuch, das Hermann Lenz 1942 in Russland geführt hatte.
Das Nachwort vergleicht den »Schwäbischen Lebenslauf« mit den anderen Aufzeichnungen und erörtert die »kleine Form« als bevorzugte Gattung der Moderne im Dritten Reich. Die »Atmosphäre der Jahrhundertwende« wird ausdrücklich als »sicher« und »wohlanständig« bezeichnet und ist eine Gegenwelt zum »Grauen«, das für Hermann Lenz das »nachhaltigste Gefühl« im Krieg gewesen war, wie er 1975 gegenüber Hans Dieter Schäfer bekannte.

Lutz Seiler

Im Kinobunker

28 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, November 2012. € 10,--

Lutz Seiler erhält dieses Jahr den Christian-Wagner-Preis für sein lyrisches und erzählerisches Werk, das von großer sprachlicher Präzision und Musikalität geprägt ist, wie die Jury feststellt. Vorliegender Text erscheint zu diesem Anlaß erstmals.
Den Beginn seines Lebens als Soldat zeichnet Lutz Seiler in der Erzählung »Im Kinobunker« nach. Angefangen mit dem Kind, das dem Wort »Musterung« nachträumt am Küchentisch und die Bedrohung zu spüren beginnt, über die Musterungsuntersuchung des Siebzehnjährigen im Wehrkreiskommando (ein Ort der Geschichten, die nichts nützen), bis hin zum Termin der Einberufung. Der erste Tag als Soldat endet im Kinobunker. In Seilers Erinnerung an diesen Ort verkehrt sich für einen Moment der Richtungssinn des Ganzen: Plötzlich ist es der zwanzigjährige Soldat auf dem Foto im Wehrdienstausweis, der ihn anschaut. Der ihn vielleicht schon damals vorhergesehen hat.

Jan Peter Tripp

Vom Augenschein oder la tête au carré oder das Verfertigen eines Autoren-Bildnisses in unseren Tagen

28 Seiten. mit 12 Abb. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe Oktober 2012. € 12,--

Die in dieser Publikation wiedergegebenen und kurz beschriebenen 12 Portraitzeichnungen stammen aus den Beständen des Deutschen Literaturarchivs in Marbach a.N. (6 davon sind vorne abgebildet). Stellvertretend stehen sie für all die Werke, die Michael Davidis, dem dieses Buch von seinen Mitarbeitern gewidmet wurde, seit 1988 für das Archiv erworben hat. Bis Herbst 2012 war der leidenschaftliche Ausstellungsmacher, der profunde Literaturhistoriker und Kunstkenner u. a. für die Marbacher Portraitsammlung deutschsprachiger Autoren verantwortlich.
Jan Peter Tripp hat aus freundschaftlicher Verbindung den Text für diesen Band verfasst. 

Max Herrmann-Neisse

Daß wir alle Not der Zeit vergaßen

Reisealbum Herbst 1937. Hrsg. und mit einem Vorwort von Klaus Völker.

2012. 38 Seiten farbiger Bildteil, 16 S. Text. Querformat 28 x 19 cm. Blockbuchbindung, Klappenumschlag.

Auflage 250. Erstausgabe EURO 28,--

Von frühester Jugend an war Max Herrmann-Neiße ein passionierter Sammler erotischer Postkarten und sittengeschichtlicher Curiosa. Diese Leidenschaft teilte er u.a. mit George Grosz, Karl Valentin, Paul Rilla und Marc NevenDuMont. Seine Sammlung blieb 1933 in Berlin zurück, wie auch noch andere Alben mit ausgefallenen Beispielen seiner »klebetechnischen Phantasie«, an die sich viele seiner Freunde und Schriftstellerkollegen wie Hans Sahl gerne erinnerten. Im Londoner Exil hat Max Herrmann-Neiße auch wieder einige Alben mit Bildkuriosa, Zeitungsausschnitten, Speisekarten, Einladungen, Reisebilletten, Ansichtskarten und Kalenderblättern angelegt. Klaus Völker hat aus einem von ihm aufbewahrten Teilnachlaß des Dichters das Album einer Reise zur Pariser Weltausstellung 1937, nach Basel, Lugano und Zürich aus-gewählt, das auch, zumeist in handschriftlicher Notierung, die Gedichte enthält, die in jenen Septemberwochen 1937 entstanden sind.

FABRI, Albrecht

Klappentexte

Herausgegeben und mit einem Vorwort von Jürgen Egyptien. Mit Mit 5 Abb. im Text und 1 farbigen Beilage.

2012. 40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.

Auflage 300. Erstausgabe EURO 15,-- 

Von 1956 bis 1969 arbeitete Albrecht Fabri als Lektor für den Düsseldorfer Karl Rauch-Verlag. Zu seinen Aufgaben gehörte u.a. das Verfassen von Klappentexten. Der vorliegende Band enthält alle an Stil und Sprachduktus identifizierbaren Fabri-Texte. Auch wenn er nicht über einen Leib- und Magenautor wie Alain schrieb, bietet jeder Klappentext hundert Prozent Fabri. Ein Vorwort stellt den Bezug zu seinen ästhetischen Positionen her.

Joachim Kalka

Slowenischer Leierkasten

Ein Gedicht von Karl Kraus.

2011. 12 Seiten, mit 1 Faksimile. Format 14,5 x 23,5 cm. Geheftet, mit farbigem Umschlag. Auflage 300. Erstausgabe EURO 8,-- 

Eine Rede auf ein Gedicht von Karl Kraus, in der Joachim Kalka weit ausholt: Vom privaten Anlass – einem Leierkasten im Park von Janowitz – bis zu »des guten Volkes Leid«, das der Autor in den ›Letzten Tagen der Menschheit‹ beschworen hat.

Richard Pietraß

Pariser Lust - Au Plaisir de Paris

Deutsch-französisch. Ins Französische übertragen von Alain Lance und Gabriele Wennemer.

2011. 28 Seiten, mit 1 Beilage. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe ISBN: 978-3-943148-04-6. EURO 12,--

Der Berliner Lyriker hatte Lust auf Paris und was stand für ihn näher, dies nach zahlreichen Parisbesuchen in Gedichtform auszudrücken. Dazu besonders passend die Übertragung dieser Gedichte ins Französische durch den Freund und Autor Alain Lance und die seit vielen Jahren in Paris lebende Übersetzerin und nahe Freundin von Richard Pietraß, Gabriele Wennemer. So ist dieses Bändchen zu einer Liebeserklärung verschiedenster Art geworden.

Philippe Jaccottet

Noch ist nicht alles gesagt

Deutsch-französisch. Übertragen und mit einer Vorbemerkung von Kurt Meyer. Französischer Text als Beilage.

28 + 16 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung broschiert. 
1. Auflage dieser Übersetzung in 300 Exemplaren. Juli 2011. ISBN 978-3-943148-02-2. € 15,--

Was eigentlich nie gesagt wird: beim Empfang dieser Texte, in der Übertragung von Kurt Meyer, war der Verleger gänzlich unvorbereitet – den Autor Jaccottet schätzte er schon immer, den Übersetzer kannte er nicht. Im Verlag waren bisher keine Übersetzungen erschienen, das war Prinzip (mit 2 Ausnahmen), daher war der erste Gedanke eine Absage. Nun machten aber die feinen und ruhigen Übertragungen dieser poetischen Prosatexte einen so starken Eindruck – dass es einfach sein musste.

Hans Bender

O Abendstunde

Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler.

2011. 40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
1. Auflage dieser Ausgbe in 300 Exemplaren
ISBN: 943148-03-9. EURO 12,-- 

Zum literarischen Werk von Hans Bender gehören auch von Anfang an Gedichte, die früher in privaten Editionen, in Anthologien und Zeitschriften erschienen sind und Beachtung gefunden haben. Den Anstoß zu einem Auswahlband von Gedichten aus 60 Jahren gab der 1. Juli 2011, an dem der Autor seinen 92. Geburtstag begehen konnte. Arnold Stadler und Hans Georg Schwark haben die Auswahl für »O Abendstunde« getroffen, Stadler zudem einen »Ausflug« beigesteuert, in dem er hinführt zur Biographie Hans Benders und der langen, erlebten Vergangenheit. Er lobt die Präzision, die Lakonik, die Gelassenheit, die in den Gedichten erkennbar wird und bleibt.

Gottlieb Wilhelm Rabener – 

Aus den Satiren Gottlieb Wilhelm Rabeners

Antons Panßa von Mancha; Abhandlung von Sprüchwörtern. Herausgegeben u. m. e. Nachwort von E. Theodor Voss.

44 Seiten, mit 4 zeitgenössischen Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 1. Auflage dieser Ausgabe in 300 Exemplaren. Juni 2011. ISBN 978-3-943148-01-5. € 12,-- / ist erschienen

Unter den Texten des einst hochberühmten, heute nahezu vergessenen Satirikers (1714-1771) ist die hier abgedruckte Satire ein Beispiel des Umgangs mit Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit unter den Bedingungen des Absolutismus, in dem das offene Wort Gefahren für Leib und Leben nach sich zieht, das vielfach bezeugte Lachen von Rabeners Lesern wiederum auf die Not verordneten Schweigens zurückweist, zu der satirisch verdecktes Sprechen das richtige Wort hat finden können. Nicht zufällig finden sich die eigentlichen Sprichwort-Auslegungen (»Wem Gott ein Amt giebt« und »Kleider machen Leute«) in eine Rahmensituation verlegt, in der Cervantes als Exempel freiheitlichen Denkens und Sprechens inmitten der Tyrannei seiner Zeit Rabeners unabhängiges Schreiben in repressiver Umgebung geltend macht.

Thomas Rosenlöcher

Ich weiß das Land nicht zu finden

Die 37. Stadtschreiberrede von Bergen- Enkheim, mit 4 Fotos von Markus Hintzen.

24 Seiten, mit 4 Abb. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Mai 2011. ISBN 978-3-943148-00-8. € 10,--

Eine heiter-ironische Vorstellungsrede zum Antritt des Autors als Stadtschreiber von Bergen-Enkheim im August letzten Jahres. Er begann mit den Worten: »Wer als Dresdner in der Welt etwas werden will, muß rechtzeitig die Stadt verlassen, und da ich nun hier bin, scheint dies sogar in Erfüllung gegangen« (er ist 64 und lebt noch immer bei Dresden) – zum Schluß: »Insofern bin ich ganz froh, diese Stadt (Dresden) mit ihren barocken Fälschungen einmal hinter mir zu lassen, um in der Welt etwas zu werden. Doch auch wenn sich erweisen sollte, … daß wir in der Welt eigentlich nie etwas werden: Auch ich muß manchmal Heimweh haben, um zu erfahren, woher ich komme.«

Gunter Böhmer -

beim Wort genommen

Schriften, zum 100. Geburtstag herausgegeben von Susann Rysavy, mit einem Vorwort von Christian Kugelmann. 
Typografie: Rainer Leippold

360 Seiten, mit 73 Abbildungen. Dunkelblauer Leinenband mit Prägung. März 2011. Auflage 800. € 38,--

Hier werden erstmals die schriftlichen Arbeiten des Künstlers Gunter Böhmer (1911-1986) zusammengefasst: erzählende (frühe) Texte, Zeitschriftenbeiträge, Vor- und Nachworte in Katalogen, Erinnerungs- und Widmungsblätter, Gespräche, Aufzeichnungen – jedoch nur, wenn sie gedruckt oder zum Druck vorgesehen waren. So ergibt sich ein faszinierendes Spektrum der lebenslangen Bemühungen Böhmers, sowohl seine künstlerischen Aussagen wie auch privaten Meinungen in Worte zu fassen, was sicherlich nicht jedem bildenden Künstler so aussagekräftig gelungen ist.

Gunter Böhmer / Franz Kafka. 

Das Schloss

Zwei Zyklen von Zeichnungen
I 39 »Paraphrasen« auf farbigen Ingres-Papieren
II 46 Tusch- und Federzeichnungen
III Nachwort von Roland Stark

152 Seiten mit farbigen Zeichnungen. Format 20 x 27 cm. Broschur, fadengeheftet.
Auflage 100 nummerierte Exemplare. € 68,--

Das letzte große Illustrationswerk Gunter Böhmers war dem Roman »Das Schloss« von Franz Kafka gewidmet. Er schuf hierzu zwei Zyklen (1982-1984) – die erste Folge, bezeichnet als »Paraphrasen«, umfaßt 39 Tuschezeichnungen auf farbigem Untergrund und, als zweite, 46 Tusch- u. Federzeichnungen auf Papier. Obwohl der zweite Zyklus einen stärker illustrativen Charakter aufweist, wurden vom damaligen Auftraggeber, der Büchergilde Gutenberg, für die Buchausgabe von den »Paraphrasen« 25 (der 39) Zeichnungen verwendet, allerdings erst 1993 veröffentlicht, das Buch wurde als eines der »schönsten Bücher« von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Die 39 Originale werden in Calw, in der Gunter-Böhmer-Stiftung, aufbewahrt. Die 46 Blätter der 2. Folge sind im Besitz der Fondazione Ursula e Gunter Böhmer in der Schweiz – dieser Zyklus war bisher unveröffentlicht und der Öffentlichkeit unbekannt.

Michael Braun

Die vergessene Revolution der Lyrik

Vier Außenseiter. Rainer Maria Gerhardt, Werner Riegel, Alexander Xaver Gwerder, Bernhard Koller

32 Seiten, mit 8 Abbildungen. 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. ISBN 978-3-9387443-97-3. € 12,-- 

Michael Braun ist einer der besten Kenner der Lyrik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Moderne, dazu galt sein Interesse immer schon den literarischen Außenseitern – um die es sich hier zweifellos handelt. Sollten die Namen von Alexander Xaver Gwerder (in der Schweiz) und Werner Riegel (als enger Freund von Peter Rühmkorf) noch relativ bekannt sein, ebenso Rainer Maria Gerhardt, der erst vor Kurzem, dank einer schön gemachten Werkausgabe im Wallstein Verlag (durch die Akademie für Sprache und Dichtung und Uwe Pörksen) wieder ins Bewusstsein kam, so ist der Lyriker Bernhard Koller völlig unbekannt. Alle vier hatten ihre Zeit in den fünfziger Jahren – litten an den geistigen Umständen der Nachkriegsjahre und – außer Werner Riegel, schieden alle in den 50er Jahren freiwillig aus dem Leben.

H. Sigurd Brieler

In alter Zeitgenossenschaftlichkeit, 1912-1956

Gottfried Benns Widmungen an Rudolf Kurtz

32 Seiten, mit 9 Faksimiles und 13 anderen Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, März 2011. ISBN 978-3-938743-96-6. € 12,--

Ein echter Fund! Kaum einem Benn-Kenner ist der Name Rudolf Kurtz bekannt; er taucht in keinem der vielen Briefwechsel von Gottfried Benn auf, warum auch immer. Dennoch kannten und schrieben sich die Beiden von 1912 bis 1956, und die hier vorgestellten Widmungsexemplare, die bisher nicht bekannt waren, geben Zeugnis davon. Eine farbige Beilage zeigt seltene Umschläge von 4 Benn-Erstausgaben, in welchen auch die Widmungen stehen.

Albrecht Fabri 

Kunst und Obszönität

Mit einem Vorwort herausgegeben von Jürgen Egyptien

36 Seiten, mit 5 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. ISBN 978-3-938743- € 12,--

Ihren Ausgang nahmen diese 2 Texte von einer Kunstausstellung im Sommer 1964 im Kölnischen Kunstverein. Es wurden u.a. Arbeiten des Malers Erwin Bechtold gezeigt, in denen sich, wie die Kritik schrieb, »Anspielungen erotischer und sexueller Art finden«. Die Ausstellung schlug solche Wellen, dass man sich veranlasst sah, ein Podiumsgespräch mit dem Thema »Kunst und Obszönität« zu veranstalten. Zu diesem Gespräch war u.a. Albrecht Fabri geladen, der seine Position und seine Einwände in vorliegendem Text festhielt; dazu kommt noch ein kurzer Beitrag mit dem Titel »Der Zensor«. Beides wird hier erstmals veröffentlicht.

Jürgen Egyptien 

Albrecht Fabri als Essayist

Eine Tautologie

36 Seiten, mit 1 Foto. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, brosch.
Auflage 300. Erstausgabe. € 12,--

Der Schriftsteller Albrecht Fabri war kein Prosaautor, kein Lyriker, er war in erster Linie Essayist, daneben auch bedeutend als Kunstkritiker und als Übersetzer aus dem Französischen. Der in Aachen lehrende Germanist Jürgen Egyptien, in den 90er Jahren mit dem Kölner Autor noch persönlich verbunden, ist prädestiniert für eine solche Darstellung des Essayisten Fabri. 

Ingrid Strohschneider-Kohrs

Fast schon jenseits der Welt. 

Georg Trakls Gedicht »Klage«

32 Seiten, mit 1 Faksimile. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, Dezember 2010. ISBN 978-3-938743-93-5. € 12,--

Dies ist die Betrachtung und Interpretation eines der letzten beiden Gedichte, die Trakl wenige Tage vor seinem Tod im Krakauer Garnisonshospital geschrieben hat. Ludwig von Ficker erhielt das Gedicht in einem Brief nach Innsbruck. Die heute in betagtem Alter nahe München lebende Autorin war, neben Käte Hamburger, eine der wenigen Inhaberinnen eines germanistischen Lehrstuhls in den 60er Jahren. Bis heute hat sie ihre lebendige Teilnahme an der Literatur bewahrt, das zeigt auch diese Neuerscheinung.

Helmut Böttiger | Fritz Rudolf Fries

Das grüne Auge des Jazz

24 Seiten Text + 16 Seiten farbige Beilage. Format
14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, November 2010. 
ISBN 978-3-938743-94-2. € 15,--

Ein köstlicher Fund für den Verlag war ein Album von Fritz Rudolf Fries. Unser Autor Helmut Böttiger hatte dem Schriftsteller im Mai d. J. in der Süddeutschen Zeitung zum 75. Geburtstag gratuliert und da kamen wir überein, diesen Text mit einem noch unpublizierten Auszug eines neuen Romans von F.R.Fries zu veröffentlichen. Wie in dessen Erstling »Der Weg nach Oobliadooh«(1966) spielt auch in dem neuen Roman der Jazz im wahrsten Sinne des Wortes mit. Dabei haben wir erfahren, dass es aus den frühen 50er Jahren ein von Fries gestaltetes Album zum Thema Jazz gab – und daraus haben wir eine Auswahl von 16 farbigen Collagen zusammengestellt und als Mittelstück den beiden Texten beigebunden.

Helga M. Novak. 

Lebendiger Fund. 

Eine Erzählung

24 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, November 2010. ISBN 978-3-938743-92-8. € 15,-

Diese Publikation ist erschienen zur Verleihung des Chrsitian-Wagner-Preises an die Autorin am 20. November 2010. Der neuerliche Umgang mit diesem Werk im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erzählung hat uns gezeigt, welch großartige Lyrikerin und Erzählerin Helga M. Novak bis heute geblieben ist. Die meisten ihrer Werke sind erfreulicherweise im Verlag Klaus Schöffling, Frankfurt lieferbar.

H. Sigurd Brieler. 

Die ankylosierte Wirbelsäule

Gottfried Benn in Schlangenbad 1956

12 Seiten, mit 3 Abbildungen. Format 13 x 23 cm. Fadenheftung, kartoniert. Auflage 100. Erstausgabe, November 2010. € 8,--

Diese »Flugschrift No.5« ist eine Dokumentation zu Gottfried Benns Sanatoriumsaufenthalt in Schlangenbad im Taunus, wenige Wochen vor seinem Tod. Der Autor ist Benn-Sammler und selbst Mediziner – von ihm dürfen wir 2011 einen weiteren interessanten Benn-Titel erwarten, denn er entdeckte zahlreiche Widmungsexemplare Benns an einen langjährigen Verbündeten, den Berliner Autor Rudolf Kurtz.

Uli Stein. 

Die Wahrheit über deutsche Dichter

Eduard Mörike und der »Septembermorgen«. Mit zwei Zeichnungen von Friederike Groß

16 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 206. Erstausgabe, September 2010. € 10,--

Eine der beiden Zeichnungen wurde vom Verleger handkoloriert.
Im September jährte sich der Geburtstag von Eduard Mörike zum 206. Male – aus diesem »krummen« Anlaß haben wir deshalb eine wieder-gefundene Satire des heute als Cartoonisten bekannten Uli Stein aus dem Jahr 1969 in einer Auflage von 206 Exemplaren aufgelegt. Den Fund verdanken wir dem Mörikesammler Klaus Berge.

Matthias Bormuth.

Mit einer Handvoll Sand

Ingeborg Bachmann als Philosophin

36 Seiten, mit 1 Foto. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, brosch. Aufl. 300. Erstausgabe, Sept. 2010. ISBN 978-3-938743-90-4. € 12,-

Der vorliegende Text ist die schriftliche Fassung eines Vortrags, den der Autor im September 2009 zu unserem Verlagsjubiläum im Christian-Wagner-Haus gehalten hat.

Lutz Seiler. 

Aranka

12 Seiten. Format 13,5 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, Mai 2010. € 8,--

Die Publikation erschien zu einer Lesung des Autors im Christian-Wagner-Haus in Warmbronn. Das Gedicht »Aranka, schon der Name« ist erstmals in einem Buch veröffentlicht, der dazugehörige Prosatext ist eine Art Paraphrase und wurde vom Autor der Erzählung »Der Kapuzenkuß« aus dem Band »Die Zeitwaage« entnommen, jedoch teils verändert. Für den Herbst 2010 ist im Suhrkamp Verlag ein neuer Gedichtband von Lutz Seiler in Vorbereitung mit dem Titel »felderlatein«.

Edgar Harwarth

Gebet-Trümmer-Schimmer zum Hoffnungs-Gebrauch

Acht lyrische Montagen, mit einem Vorwort von Jutta Bendt

24 Seiten, unpag. Format 15,5, x 25 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 200. Erstausgabe, Mai 2010. ISBN 978-3-938743-88-1 € 20,--

Edgar Harwarth (Jahrgang 1954) ist ein vielseitiger Künstler; begonnen hat er mit einem Lyrikband 1977. Der Schriftsteller Jo Kalka sagt heute über ihn: »... Er ist ein Dichter, aber auch par excellence ein Aktionskünstler, der Vorgänge durchführt, an deren sehr einfache, sehr komplexe Symbolik die etwas ohnmächtigen Begriffe happening oder performance nicht wirklich heranreichen... Er ist ein Dichter mit einer besonderen Strategie, die sich wiederum der Fundsachen bedient – ein großer Collagist, der alte und neue Texte zerschneidet und zusammenklebt, Werbewurfsendungen und defekte alte Barockbände ...« Mit einem solchen Collagenwerk haben wir es hier zu tun.

Brigitte Kronauer

Nachtviölken

4 x zur deutschen Sprache

32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 400. Erstausgabe, Juni 2010. ISBN 978-3-938743-87-4. € 12,--

Der etwas ungewöhnliche Titel des Buches ist wohl eine norddeutsche Bezeichnung für die »Nachtviole«, denn auf dem Namensschild am Blumenbeet im Botanischen Garten von Klein Flottbek war die Pflanze sowohl mit dem hochsprachlichen wie mit dem lateinischen Namen bezeichnet, und darüberhinaus noch als »Nachtviölken« - und dieses Wort hat die Autorin bei einer Umfrage zu ihrem »Lieblingswort« erklärt

Walter Kappacher

Marilyn Monroe liest Ulysses

Notizen, Fundstücke und dreizehn Fotografien. Mit einem Nachwort von Matthias Bormuth

40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, Mai 2010. ISBN 978-3-938743-86-7. € 15,--

Matthias Bormuth schreibt in seinem Nachwort: »Die ›Notizen‹, so der lapidare Titel, vermeiden die stilistische Manier. Sie sind ungeschminkte, und scheinbar beiläufige Beobachtungen, denen der Autor ihre unauffällige Gestalt belässt. Sie sind nicht als Aphorismen im klassischen Sinne zu lesen... Vielmehr stellen sie typische Sprachgebärden eines Unzeitgemäßen dar, die ihr aufmerksames Publikum suchen... Sie stellen eine weitere Aufforderung dar, mit Kappacher ins Gespräch zu treten.«
Seit sechs Jahren fotografiert der Autor im Spätherbst und im Winter das Schilf und das Eis an einem Uferabschnitt des Grabensees bei Mattsee im Salzburger Land. Diese Schwarzweißbilder haben durch ihren scharfen Kontrast zwischen Eisfläche und Schilfhalmen einen stark graphischen Charakter und passen daher besonders gut in ein Buch.

Barbara Wiedemann 

Franco, FORTE / AM / NEUNTEN NEUNTEN / NEUNTAUSEND / NEUNHUNDERT / NEUNUND / NEUNZ / IG. 

Kurt Leonhard und Paul Celan übersetzen gemeinsam Henri Michaux
32 Seiten, mit 9 Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Februar 2010. ISBN 978-3-938743-82-9. € 15,--

Bisher war kaum bekannt, dass Paul Celan und Kurt Leonhard teils engen Kontakt pflegten, zumindest für einige Zeit, bedingt durch die gemeinsame Übersetzungsarbeit an den Michaux-Schriften für den S. Fischer Verlag. Da nun auch der Nachlaß von Kurt Leonhard im Deutschen Literaturarchiv in Marbach aufbewahrt wird, hat Barbara Wiedemann, die uns durch zahlreiche Celan-Editionen bekannt ist, recherchiert und festgestellt, »dass wir es hier mit dem Dokument einer für beide Beteiligte einzigartigen intensiven Zusammenarbeit zu tun haben«. Im Zentrum unserer Publikation steht ein Scherzgedicht, das beide Autoren zusammen am 9. 9. 1965 (daraus auch der Titel) bei ihrem Arbeitstreffen in Frankfurt am Main in abwechselnden Versen verfasst haben; dazu dokumentiert eine Widmung von Paul Celan für die Leonhard-Tochter Bettina im Band »Sprachgitter« diesen Termin. 

Karl Herrmann

Typographische Variationen über Worte von Kurt Leonhard

32 Seiten, Format 23 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 400. Erstausgabe. € 25,--

In langjähriger Verbindung mit Kurt Leonhard stand der Architekt und Grafiker Karl Herrmann, Jahrgang 1933. Er hat in seinen grafischen Arbeiten eine Schrift entworfen mit geometrisierten Lettern, die auf der Tradition der »elementaren Typographie« des frühen Jan Tschichold beruhen. Doch folgen die Schriftzeichen einer modularen Ordnung, welche neue Qualitäten ermöglicht. So können die Lettern dieser neuen Schrift beispielsweise ohne störende Restflächen auf-, an oder ineinander gesetzt werden. Karl Herrmann nennt seine Schrift algorithmisch, was so viel heißt, dass alle Zeichen in einem Quadratraster aus nur drei Formelementen zusammengesetzt sind (einer Quadratseite, einer Diagonalen und einem Viertelkreis). Diese Schrift hat er nun u.a. auch für Texte von Kurt Leonhard verwendet und wir drucken diese »typographischen Variationen« in einer kleinen Publikation.

Zsuzsanna Gahse

Liedrige Stücke

Mit 2 Vignetten von Andreas Grunert
24 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Zweite, erweiterte Auflage, 300 Exemplare. Februar 2010. ISBN 978-3-938743-80-5. € 12,-- 

Bei ihrer Erstveröffentlichung (1987) mussten die Liedrigen Stücke ohne Kommentare auskommen; nun kommt eine knappe Erklärung hinzu:
Diese Texte spielen mit den Inhalten von ungarischen Liedern, wenn auch auf oft eine liederliche Art. Manchmal erzählen etwas gedehnt die Geschichte, die ein Lied besingt, manchmal geht es eher um die Laune oder die Stimmung einer Melodie oder um die löchrige Logik, die in vielen (Volks)Liedern eine Rolle spielt. 
Zudem taucht in den zehn Texten auch Erfundenes auf, so zu sagen fiktive Lieder, die es allerdings geben könnte, ein anderes Mal werden viele Liedgeschichten zu einer einzigen neuen Geschichte gesampelt, so dass ich nicht wirklich sagen könnte, wie viele ungarische Lieder hier tatsächlich ins Deutsche hinübergerettet wurden. (Zs. Gahse im Nachwort)

Helmut Böttiger 

Thomas Mann in Stuttgart

Zu einer Ausstellung im Literaturhaus Stuttgart. Mit einer Fotobeilage von Hannes Kilian und anderen Abbildungen.

Reihe–Literaturhaus–Stuttgart. Hrsg. von Florian Höllerer. Band 3
32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 500. Erstausgabe. Januar 2010. ISBN 978-3-938743-81-2. € 15,--

Thomas Mann hält am 8. Mai 1955 in Stuttgart seine Rede zum 150. Todestag von Friedrich Schiller. Dieser Stuttgart-Aufenthalt des deutschen Nobelpreisträgers ist in vieler Hinsicht bedeutsam. Er erhält hier, im Hause des Ehrenpräsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Rudolf Pechel, die Urkunde zum Ehrenmitglied dieser repräsentativen bundesdeutschen Institution, nachdem er seit 1945 von Seiten der »inneren Emigration« heftig angefeindet worden war. 

Wie Pechel, lebte auch der aktuelle Präsident der Akademie, Hermann Kasack, in Stuttgart. Auf dem Empfang im Hause Pechel in der Haußmannstraße am 9. Mai sind mit Pechel, Kasack, dem Bestsellerautor Stefan Andres und Thomas Mann führende und höchst unterschiedliche Vertreter des deutschen Geisteslebens präsent. Der Stuttgarter Fotograf Hannes Kilian hat den Verlauf dieses Empfangs minuziös festgehalten. Diese bisher öffentlich nicht bekannten Fotos ermöglichen einen aufschlussreichen Einblick sowohl in das Stuttgarter als auch in das bundes-deutsche Kulturbürgertum Mitte der fünfziger Jahre. 

Anselm Roehr  / Hermann Broch

Der Tod des Vergil

Ausgewählte Texte. Mit 32 ganzseitigen Zeichnungen und einer Einführung von Durs Grünbein

144 Seiten, Format 30 x 42 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 180 Exemplare. Oktober 2009. ISBN 978-3-938743-77-5. € 90,--

Die 32 Zeichnungen von Anselm Roehr sind in China-Tusche ausgeführt, Originalformat 57 x 77 cm, im Buch 25 x 34 cm. Druck des Textes und der Zeichnungen jeweils einseitig.

Von vorliegendem Band gibt es noch eine zweisprachige Ausgabe von zusätzlich 40 Exemplaren in gleicher Ausstattung, Umfang 216 Seiten – die Texte von Hermann Broch und Durs Grünbein wurden von Aurelio Ciacchi bzw. Stefano Zangrando ins Italienische übertragen. 120,--

Hans Dieter Schäfer – Alexander Pfannenstiel

Das Gedicht
»Augustabend im Spitalgarten«
interpretiert von Alexander Pfannenstiel

20 Seiten, mit 2 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Oktober 2009. € 10,--

Den Regensburgern ist der »Spitalgarten« als Lokal gleich neben der Steinernen Brücke ein Begriff. Der Autor Hans Dieter Schäfer wohnt im dritten Stock gleich um die Ecke und hat von seinem Schreibtisch aus den Blick auf Spitalgarten, Steinerne Brücke und die Altstadt Regensburgs. Doch dieses Gedicht ist alles andere als eine nostalgische Betrachtung, was man sich bei dem Autor auch nicht vorstellen kann.

Christoph Meckel

Luftraum und Himmel

Eine Rede, mit zwei Zeichnungen des Autors
28 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Oktober 2009. € 10,--

Der Autor trug den hier veröffentlichten Text unter dem Titel »Gott nannte die Feste Himmel« in der Reihe »Wittenberger Kanzelreden« am 3. Mai 2009 in der Stadtkirche Wittenberg vor. 

Peter Hamm

Untröstlichkeit und Trost

Alfred Brendel zu Ehren

28 Seiten, mit 10 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. September 2009. € 12,--
Der Schriftsteller Peter Hamm und der Pianist Alfred Brendel sind seit den 1970er Jahren befreundet. Der vorliegende Text ist die korrigierte Fassung der Laudatio zur Verleihung des Herbert-von-Karajan-Preises an Alfred Brendel im Dezember 2008 im Festspielhaus Baden-Baden, in dem Jahr, in dem jener seine Musikerlaufbahn beendete. Die Publikation ist ausgestattet mit Fotos u.a. von Isolde Ohlbaum, die neben der Fernsehaufzeichnung des gesamten Schubert-Klavierwerks, das Alfred Brendel unter der Regie von Peter Hamm 1974-77 einspielte, diese Aufnahmen machte. Die Rede ist eine sehr persönliche Hommage des Autors an den großen Musiker und Freund.

Lucebert

ein baum ist ein bein ist ein buch

Gedichte und Zeichnungen aus dem Nachlaß ausgewählt, herausgegeben und übersetzt von Rosemarie Still. 
Mit einem Nachwort von Christoph Meckel

36 Seiten, mit 6 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erste deutsche Ausgabe. September 2009. € 12,--

LUCEBERT (1924-1994) gilt als einer der bedeutendsten holländischen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sowohl als Lyriker wie auch als Zeichner, Maler und Bildhauer. Er gehörte der internationalen Künstlergruppe COBRA seit deren Gründung 1948 an, 1951 erschien sein erster Gedichtband. 1954 begegnete er Bertolt Brecht, der ihn für 2 Jahre nach Berlin als Stipendiat der Ostberliner Akademie der Künste einlud. Das literarische Werk erschien in 15 Einzelbänden und ist in viele Sprachen übersetzt, desgleichen ist sein umfangreiches künstlerisches Werk in zahlreichen Galerien und Museen vertreten.

Christian Rosenau

Winterfurchen

32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Juni 2009. € 10,--

»Der Vorhang fällt nicht, das Alter senkt ihn langsam herab, bis das Leben zuletzt nur noch durch einen Spalt zu erblicken ist. Dieser Spalt ist die Erinnerung. In ihr wird das Finstre noch einmal licht.« – 
Diese Gedanken stellt der Autor an die Seite seines 2. Lyrikbandes. 

Christian Rosenau, Jahrgang 1980, lebt als Musiker in Weimar. Sein erster Gedichtband mit dem Titel »Café« ist 2007 ebenfalls bei uns erschienen. Im Juni d.J. bekam er in Offenburg in Verbindung mit dem von Frieder Burda gestifteten Hermann-Lenz-Preis, welcher an Friederike Mayröcker verliehen wurde, das Hermann-Lenz-Stipendium und erhielt für seine Lesung ausdrückliche Zustimmung u.a. von Peter Handke, Friederike Mayröcker und Peter Hamm.

Horst Mühleisen

Ernst Jünger über den Dächern von Paris

Die Burgunderszene – Dichtung und Wahrheit

36 Seiten. Mit 10 Abb., 1 Faksimile und einer Faltkarte. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 
2., verbesserte Auflage, 300 Exemplare. 2010. € 12,--

Die Burgunderszene, Ernst Jüngers Notiz vom 27. Mai 1944, ist die bekannteste und umstrittenste Eintragung in seinem Tagebuch Strahlungen, das er von 1941 bis 1944 in Paris führte, eine Mischung aus Fiktion und Tatsachen, kein Kriegstagebuch. Die Spekulationen überwiegen, nicht die Interpretationen. Sie ist Sinnbild und Gleichnis für die Einsamkeit und Melancholie, Verlorenheit und Verlassenheit des Menschen, der drohenden Gefahr und der Vergänglichkeit. 
Horst Mühleisen, ausgebildeter Archivar und promovierter Historiker, Jüngers Bibliograph, stellt diese Szene in einen größeren Zusammenhang. Die Bedeutungen der Symbole lassen sich aus Jüngers Werk mühelos erschließen und umfassend deuten. Dazugehörig fand der Autor einige interessante und wenig bekannte Fotodokumente.

Sibylle Cramer

Lebensanzeige Wolfgang Heidenreich

20 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
April 2009. € 10,-- 

Dieser Text wurde von der Autorin im November 2008 zur Vorstellung des letzten Gedichtbandes von Wolfgang Heidenreich (»Pfiff-holder«) in Freiburg im SWR vorgetragen und wir publizieren ihn aus Anlaß des ersten Todestages von Wolfgang Heidenreich am 27. April 2009. Der Lyriker Heidenreich ist erst in seinen späten Jahren als Dichter an die Öffentlichkeit getreten und wir sind noch jetzt dankbar, dass wir sein gesamtes lyrisches Werk in 3 Bänden veröffentlichen konnten – »Geröll« (2006, vergriffen), »Maische« (2007) und »Pfiffholder« (2008). Die Literaturkritikerin Sibylle Cramer sagte schon zum ersten Band: »Einen auf so gebändigte Weise ergreifenden Gedichtband habe ich mein Lebtag noch nicht gelesen.« Und Wulf Kirsten: »Es sind tatsächlich neue, weil ganz eigene Gedichte, die existentiell betroffen machen. Hier ist ein großer Wurf gelungen.«

Ingrid Dahn

Räume, Skulpturen, Bilder, Zeichnungen aus den Jahren 1963 bis 2007. 

Mit einem Vorwort von Günther Wirth.

Katalog. Zahlreiche, teils farbige Abbildungen. Werkverzeichnis. 164 Seiten. Format 19,5 x 31 cm. Pappband. Erstausgabe. April 2009. € 24,--

Dieser Katalog der Warmbronner Künstlerin erscheint zu einer Werkschau von Skulpturen, Bildern und Zeichnungen im Galerieverein Leonberg Mai / Juni 2009. Da es sich um eine Übersicht von 1963 bis 2007 handelt, enthält der Band auch das gesamte Werkverzeichnis dieser Jahre mit den dazugehörigen Abbildungen von 124 Exponaten. – Gestaltet wurde der Band von Kurt Weidemann.

Johannes Kühn

Zeichnungen. 1984 - 1992

27 farbige Abbildungen, einseitig bedruckt. Interviewtext von Francis Berrar mit Johannes Kühn. Ausstellung, Katalog und Fotos: Francis Berrar. – 64 (unpag.) Seiten. Format 19,5 x 25 cm. Ppbd. mit farb. Schutzumschlag. Erstausgabe. März 2009. € 20,--

Johannes Kühn kennen wir, bis auf wenige Ausnahmen, ausschließlich als Lyriker. Dass er in den Jahren 1984 bis 1992 auch gezeichnet hat, und nur in dieser Zeit, erfahren wir in dem soeben zu einer Ausstellung im Kunstverein Dillingen erschienenen Band, welcher erstmals einen kleinen Ausschnitt der farbigen Filzstiftzeichnungen präsentiert. Johannes Kühn hatte in diesen Jahren seiner ernsthaften seelischen Erkrankung nicht mehr geschrieben, dafür aber auf Anraten der Freunde begonnen zu Zeichnen. Nach überstandener Krankheit begann er wieder zu schreiben und stellte dafür die Produktion der Zeichnungen wieder ein. In einem Gespräch mit Francis Berrar für den vorliegenden Band, sagt er: »Es sind Bilder, die für den Tag geschaffen sind. ... Ich bin selbst überrascht, dass die Zeichnungen von einigen Leuten angesehen werden und dass sie sich nicht langweilen dabei. ... Es ist mir eine große Befriedigung gewesen, diese Zeichnungen zu machen. Ja, soll ich mal wieder anfangen zu zeichnen?«

MÖRIKE – Im Spiegel zu lesen

Sechs Mörike-Gedichte ausgewählt und neu betrachtet von E. Binder, R. Domašcyna, A. Kopacki, W. Schlüter, D. Rabinovici, U. Rachowski. Zeichnungen von F. Groß. Herausgegeben von Christa Linsenmaier-Wolf.

40 Seiten, mit 7 Zeichnungen. Format 16 x 25 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflagae 400. Erstausgabe. März 2009. € 12,--

Dies ist die zweite Publikation, die anlässlich des Mörike-Preises der Stadt Fellbach bei uns erscheint. Die bisherigen sechs Förderpreis-träger Utz Rachowski, Róža Domašcyna, Wolfgang Schlüter, Doron Rabinovici, Elisabeth Binder und Andrzej Kopacki wurden gebeten, jeweils ein Mörike-Gedicht auszuwählen und darüber zu schreiben. Auf diese Weise sind sechs sehr unterschiedliche literarische Betrachtungen entstanden, zu denen die Stuttgarter Künstlerin Friederike Groß noch jeweils eine Federzeichnung beigefügt hat.

Jürgen Egyptien

Gespräche mit Albrecht Fabri.

28 Seiten, mit 2 Abb. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Januar 2009. € 10,--

Im Januar 1992 führte der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Jürgen Egyptien das erste Gespräch mit Albrecht Fabri, und in den folgenden Jahren wiederholte er seine Besuche in Köln noch mehrmals. Daraus entstanden vorliegende Aufzeichnungen, welche nun, nach dem Tod (1998) des Essayisten Fabri zu den wenigen authentischen Texten über den »Nestor des schreibenden Neubeginns nach 1945«, wie ihn Eugen Gomringer nannte, gehören. Auch der Nachlaß Albrecht Fabris fiel dem Einsturz des Kölner Historischen Archivs zum Opfer.

Wilhelm Genazino

Die Tugend  die Trauer  das Warten  die Komik

32 Seiten, mit 7 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 2. Auflage, 300 Exemplare.  2009. ISBN 978-3-938743-66-9.   € 12,--

Die sieben Texte beschreiben Bilder, fünf davon befassen sich mit Kunstwerken von Max Beckmann, Jeff Wall, René Magritte, Claude Monet und Théodore Roussel; dazu zwei sw-Fotografien von Allan Grant und nochmals René Magritte. Unbestritten hat der Autor in der Beschreibung solcher Sujets eine außerordentliche Stärke. 

Wolfgang Heidenreich

Pfiffholder. 333 Dreizeiler

Mit einer Radierung von Christoph Meckel

96 Seiten. Bibliophiler Pappband. Format 15 x 23,5 cm. Auflage 750. Erstausgabe, Oktober 2008. ISBN 978-3-938743-61-4.  € 18,-- - vergriffen -

Wolfgang Heidenreich, Jahrgang 1933, ist am 27. April dieses Jahres verstorben. Bis wenige Tage vor seinem Tod hat er sich noch mit den Gedichten beschäftigt und eine Einführung dazu verfasst. Es ist nun das Vermächtnis dieses Lyrikers geworden, der als solcher nur wenige Jahre präsent war. Der erste Band ("Geröll", 2006), war für viele Lyrikkenner eine echte Überraschung, der zweite ("Maische") kam 2007 heraus und vorliegend nun der dritte und letzte.

Christa Reinig

Achtzehn Gedichte

Mit drei Zeichnungen und einer Anmerkung herausgegeben von Christoph Meckel

28 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Oktober 2008. ISBN 3-938743-65-4.  € 10,--

Die Gedichte, welche Christoph Meckel noch in Absprache mit der Autorin zusammengestellt und mit drei Kreidezeichnungen versehen hat, sind dem Band "Sämtliche Gedichte" (Eremiten-Presse) entnommen. Während der Drucklegung haben wir dann die Nachricht erhalten, daß Christia Reinig am 30. September in München gestorben ist. Sie hatte Ende August noch dem Verleger mitgeteilt: "... Es bedeutet mir viel, daß ein Gedichtband von mir bei Ihnen erscheinen kann..." 

Brigitte Kronauer

Die Sprache von Zungen- und Sockenspitze

Sechs Texte zu Bildern

32 Seiten, mit 6 farbigen Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. September 2008. ISBN 3-938743-62-1.  € 12,--

Diese Texte erschienen im Jahr 2006 in der Reihe "Bildansichten" in der "Neuen Zürcher Zeitung" und hier erstmals in Buchform. Die Autorin befaßt sich dabei mit Bildern von Ell Greco, Segantini, Dieter Asmus, Ivan Albright, Heiner Altmeppen und Stanley Spencer. Der Kronauer-Leser weiß um die Qualität solcher Texte und schätzt diese Art ganz besonders.

Albrecht Goes 

Kleines Stuttgarter Intermezzo 

Herausgegeben von Christian Kugelmann 2008.

28 Seiten, mit 9 Abb. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 2., veränderte Auflage, 300 Exemplare. 2010. ISBN: 978-3-938743-60-7. € 10,--

Ein früher, bisher unveröffentlichter autobiographischer Text aus dem Jahr 1935, in welchem der Autor u.a. einen Besuch bei Georg von der Vring schildert, der zu jener Zeit in einem der legendären Häuser der Stuttgarter Weisenhofsiedlung wohnt.

Dante Alighieri. Divina Commedia / Göttliche Komödie
Anselm Roehr. Zeichnungen / Disegni 

Die ausgewählten Texte im Original und in der deutschen Übertragung von Karl Vossler 3 Bände. Format 30 x 42 cm. Zusammen 378 unpag. Seiten. Faden-geheftete Broschuren im Schuber. 
Auflage 180 Exemplare. Mai 2008. 
ISBN 978-3-938743-59-1. € 180,-- 

87 Zeichnungen Tusche-China (Originalformat 57 x 77 cm, im Buch 25 x 34 cm). Mit einführenden Texten aus Giovanni Boccaccio, Vita di Dante / Das Leben und Pier Paolo Pasolini, La Divina Mimesis / Barbarische Erinnerungen.

Anselm Roehr, geboren 1941 in Frankfurt am Main. Studium an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste, Kassel und an der Königlichen Akademie für Kunst und Gestaltung, 's-Hertogenbosch, Holland. - Schuf umfangreiche und großformatige Zeichnungszyklen mit den Themen Märtyrer / Via crucis / Die vierzehn Nothelfer / Die klugen und törichten Jungfrauen / Odysseus / Hermann Broch ›Der Tod des Vegil‹, u.a.

Guntram Vesper

Bullenbuch und Mordgeschichte

Frohburger Schreibversuche

12 Seiten. Format 13 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Mai 2008. ISBN 978-3-938743-58-4. € 8,--

In seinem "fast uferlosen Frohburgarchiv" hat Guntram Vesper nach den Quellen seiner frühen Schreibversuche geforscht und festgestellt - "Was mich bis heute erstaunt: bevor ich richtig lesen konnte, fing ich schon an zu schreiben, Ketten aus Wörtern, eigenen ›Singsang‹." In das sogenannte Bullenbuch schrieb er als Siebenjähriger sein erstes "Werk", so beginnen die Erinnerungen an die Schreibversuche.

Ilka von Tümpling

Reinsdorf

24 Seiten, mit 2 Abbildungen. Format 13 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 200. Erstausgabe. Mai 2008. € 10,--

Die Autorin, Jahrgang 1935 und seit 1964 mit dem Schriftsteller Dieter Hoffmann verheiratet, legt hier erstmals einen Text vor, der ihre Kind-heit im Dritten Reich schildert - der Autor Wulf Kirsten schreibt dazu in einem Brief: "Autobiographische Prosa, wie ich sie schätze. Ja, der Text löst das ein..."

Dieter Henrich 

Hans Georg Gadamer 

Splitter eines Gedenkens

40 Seiten, mit 3 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Mai 2008. 
ISBN 978-3-938743-57-7. € 12,--

Der Autor war einst Assistent von Gadamer und wurde später sein Nachfolger in vielen Ämtern - daraus zeichnet er nun ein intimes Porträt von seinem Mentor und dessen dialogischem Genie - es enthält persönliche Erfahrungen, Briefe, sowie den Nachruf und als eine heitere Besonderheit "Bänkelgedichte" zu einem Geburtstagsfest.

Elke Erb

Wegerich. Wahn. Denn wieso? 

(Gedichte). Auswahl von Ulrich Keicher

2008. 24 Seiten + 4 Seiten Faksimile. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. 
EURO 10,--

Sechzehn Gedichte aus den 5-Minuten-Notaten, die gleichzeitig vollständig (über 450 Einzeltexte) unter dem Titel Sonanz bei Urs Engeler in Basel erschienen sind. Dazu enthält das hier eingeheftete Faksimile 4 handschriftliche Seiten aus dem Notizbuch der Autorin.

Werner Dürrson

Das Fingertier 

Ein aphoristisches Brevier

2008. 36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe, Januar 2008. Auflage 300. EURO 10,--

"Je tiefer man in diese Gedankensammlung eindringt, desto mehr verdichtet sich der Eindruck, dass der Autor damit sich des Sinnes seines Tuns und Trachtens zu vergewissern sucht, seinem Denken, seinen Erkenntnissen den Spiegel vorhält. Das ist ihm hervorragend gelungen, und der Leser hat den Gewinn, an dieser vielschichtigen Gedankenwelt seine eigenen Vorstellungen messen zu können." 
Walter Neumann

Ludwig Harig

Im Rausch der Südwörter

2007. 12 Seiten. Format 13 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. - Jahresgabe des Verlags. Erstausgabe. Kleinauflage. EURO 8,--

Der Autor trug diesen kurzen Text anlässlich der Feier seines 80. Geburtstages im Deutschen Literaturarchiv in Marbach einem erheiterten Publikum vor. Er beschreibt seine Erinnerung an den Sommer 1952, als er von Gottfried Benn die Trunkene Flut las und danach, wie in einem Rausch, von Petrarca und der Barocklyrik herkommend, Gedichte im Stile Benns schrieb und sich einbildete, diesem ebenbürtig zu sein.

Helmut Heintel - nachgereicht 

Eine Bibliographie mit Dokumenten, Texten und Abbildungen. Herausgegeben von Brigitte Heintel und Ulrich Keicher 2007. 

32 Seiten, mit 8 Seiten eingehefteter Beilage, farbig. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe in kleiner Auflage. - Nicht im Buchhandel. ISBN: 978-3-938743-54-6. EURO 12,--

Für Helmut Heintel, Autor u.a. von 14 Gottfried-Benn-  Publikationen in unserem Verlag, legen wir einen Erinnerungsband zum 5. Todestag vor. Er enthält die vollständige Bibliographie sowohl der medizinischen als auch der literarischen Titel. Dazu reichhaltiges Bildmaterial, so die farbige Wiedergabe fast aller Buchumschläge, weiterhin einige Sekundärtexte.

Erich Auerbach - Karl Vossler

Und wirst erfahren, wie das Brot der Fremde so salzig schmeckt

Erich Auerbachs Briefe an Karl Vossler, 
1926 - 1948. Mit einem Nachwort herausgegeben von Martin Vialon

40 Seiten, mit 2 Abbildungen, beigelegt 20 Seiten Kommentarteil. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. November 2007.
EURO 12,--

Die lakonischen Briefe, die der jüdische Romanist Erich Auerbach über zwei Jahrzehnte an seinen Mentor Karl Vossler schrieb, zeugen von ihrem freundschaftlichen Verhältnis, das sich über die Zeiten der Bedrängnis und des Exils bewährte. Nachwort und Kommentar entfalten zeithistorische und literarische Bezüge, deren existentielles Gewicht Auerbach in vornehmer Zurückhaltung nur andeutet.

Walter Kappacher

Hellseher sind oft Schwarzseher

Erinnerungen an Erwin Chargaff 

28 Seiten, mit 1 Abbildung. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. 
November 2007. Auflage 300. EURO 10,--

Der österreichische Autor Walter Kappacher erinnert sich der Sommerbesuche von Erwin Chargaff anfangs der 90er Jahre in Wien, später in Salzburg und Umgebung, und das jährliche Zusammentreffen mit ihm bis zum Tod des berühmten Biochemikers 2002, der als Jude 1935 nach Amerika emigrierte und im Alter jedes Jahr seine österreichische Heimat besuchte. Ein sympathisches, unprätentiös verfasstes Dokument über einen großen Wissenschaftler und Schriftsteller.

Wolfgang Heidenreich

Maische.

Gedichte 2006-2007

Herausgegeben von Uwe Pörksen. 
Typografie: Friedrich Pfäfflin 

136 Seiten. Bibliophiler Pappband, fadengeheftet. Erstausgabe. Oktober 2007. Auflage 700. 
ISBN: 3-938743-49-2. EURO 20,--

Es ist ein poetisches Geschenk, das uns der schwerkranke Autor mit seinem zweiten Lyrikband hier macht. Körperlich geschwächt, geistig hellwach, hat er diese Gedichte zwischen dem November 2006 und Juli 2007 verfaßt. Uneingeschränkt gilt auch für diesen Band die Aussage von Sibylle Cramer zu Geröll: "Einen auf so gebändigte Weise ergreifenden Gedichtband habe ich mein Lebtag noch nicht gelesen."

Christoph Meckel

Merkmalminiaturen

Peter Ackermann

32 Seiten, mit 3 Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Erstausgabe. Auflage 300. September 2007. 
EURO 10,--

Dies ist einer der wenigen Nachrufe auf den im Februar 2007 in Italien verstorbenen Maler und Zeichner Peter Ackermann. In den 60er und 70er Jahren ein gefragter Künstler, wurde es in den letzten Jahren ruhig um ihn. Christoph Meckel erinnert mit diesem Essay als Freund und Kollege an ihn.

Maria Felicitas  Plotzek Ocd + Friedrich Pfäfflin (Hrsg.)

Der Park von Janowitz

Mit Exkursionen in die Botanischen Gärten von Purgstall, Pruhonitz, Prag, Wien, München, Raudnitz und Eisenberg. Aus den Tagebüchern des Grafen Herbert Schaffgotsch. 1929-1933

2007. 192 Seiten, mit 62 z.T. farbigen Abbildungen. Format 14,5 x 23 cm. Broschiert. - Bibliothek Janowitz, Band 15, hrsg. von Friedrich Pfäfflin.
Erstausgabe. September 2007. 
ISBN 978-3-938743-44-7. ISBN: -3-938743-44-7. EURO 25,--

Leo A. Lensing (Hrsg.)

Karl Kraus als Vorleser

Faksimile-Edition einer Schrift, die Karl Kraus nie ausgegeben hat. Mit einem Nachwort »Geschriebene Schauspielkunst« herausgegeben von Leo A. Lensing

2007. 56 Seiten, mit 26 Abb. Format 14,5 x 23 cm. Rückstich, broschiert. - Reihe: Bibliothek Janowitz, Band 13, hrsg. von Friedrich Pfäfflin.
Erstausgabe. September 2007. 
ISBN 978-3-938743-43-0. ISBN: -3-938743-43-0. EURO 15,--

Kyra Stromberg

Bruchstücke

Notizen aus einem ungeordneten Leben 

40 Seiten, mit 2 Abb. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. September 2007. 978-3-938743-50-8. EURO 12,--

Trotz ihrer 90 Jahre hatte die Autorin noch Vieles vorbereitet. Darunter ihre Lebenserinnerungen, welche die Jugendzeit bis in die Nazizeit umfassen, danach bricht das Manuskript ab. Kyra Stromberg starb im November 2006

Hermann Lenz - Rainer Malkowski 

Als gingen wir ein Stück zusammen

Briefwechsel 1991 - 1998. Herausgegeben von Renate von Doemming 

40 Seiten, mit 4 Abb. und Faksimiles. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. 
September 2007. 978-3-938743-48-5. EURO 12,--

Der Romanautor Hermann Lenz, Jahrgang 1913, und Rainer Malkowski, Jahrgang 1939, der Lyriker, lernten sich erst 1990 in der Münchner Akademie der Schönen Künste kennen. Trotz häufigen Zusammentreffens entstand dennoch dieser kleine, intensive Briefwechsel, den selbst Hanne Lenz nicht wahrgenommen hatte.

Matthias Bormuth

Psychiatrie als Passion 

Hans Heimann zum Gedächtnis 

28 Seiten, mit 1 Abb. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Juli 2007. Privatdruck in kleiner Auflage. EURO 10,--

Mit der Leidenschaft, Kranke zu verstehen, öffnete Hans Heimann, der in Tübingen Psychiatrie lehrte und im Jahr 2006 verstarb, schon früh interdisziplinäre Horizonte. Der Essay erinnert auch an seine religiösen und literarischen Erkundungen des Menschen

Christian Rosenau 

Café 

24 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe, Juli 2007. 
ISBN: -3-938743-42-3. EURO 10,--

Christian Rosenaus "Café" ist ein dreistimmiger Hymnus an die Nacht und die erste Veröffentlichung des Autors in einem Verlag.
Der Tag geht zur Neige, der Durst bleibt ungestillt. Im Café treffen sich Blicke und Begierden, nur Schluck um Schluck verrinnt die Zeit.
Für Momente scheint die Unerfüllbarkeit des Verlangens aufgehoben.
Christian Rosenau, 1980 in Weimar geboren, studierte an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar und arbeitet als frei-schaffender Musiker und Musikpädagoge. Wulf Kirsten hat als erster auf den jungen Lyriker aufmerksam gemacht.

Peter Hamm

Dort wäre ich gerne geblieben 

Hermann Lenz und sein Stuttgart. 

Mit 5 Fotos 

36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Juli 2007. 
ISBN: -3-938743-38-6.  EURO 10,--

Peter Hamm legt hier einen poetischen Essay vor, der einem seiner Lieblingsautoren gewidmet ist; es ist nicht die erste Arbeit von ihm über den Stuttgarter Erzähler. Waren es bisher Laudationes oder der Nachruf 1998, so geht es hier um "Stuttgart als geistige Lebensform" im Werk von Hermann Lenz, wie es Peter Hamm in Anspielung auf Thomas Mann und seine Heimatstadt Lübeck ausdrückt.

Albrecht Fabri

Das Komma als Hebel der Welt 

Rezensionen und Porträts. Herausgegeben und mit einem Essay von Jürgen Egyptien 

40 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Mai 2007. 
ISBN 978-3-938743-37-9. EURO 10,--

Die vorliegende Edition enthält fünf literaturkritische Essays aus den Jahren 1948-53 des 1998 verstorbenen Kölner Autors Albrecht Fabri; derjenige über Thomas Mann wird hier erstmals gedruckt. Gerade dieser Text dokumentiert Fabris als Atelierkritik bezeichnete Methode, durch detaillierte Stilanalyse in den Kern einer Denk- und Schreibhaltung vorzustoßen. Die eingehenden Auseinandersetzungen mit Brecht und Kraus zeigen Fabris Bemühen, in Form der Abstoßung und der Anverwandlung die eigene ästhetische Position zu konturieren, wobei der Kraus-Essay als Selbstporträt lesbar wird. Das Nachwort des Herausgebers Jürgen Egyptien, der schon bei der Werkausgabe im Verlag Zweitausendeins mitgearbeitet hat, unternimmt den Versuch, zentrale Kategorien von Fabris ästhetischem Denken zu entfalten und seiner Nähe zu Adorno nachzuspüren, zu dessen Minima Moralia Fabri 1952 eine entlegen publizierte und hier erstmals wieder aufgenommene Rezension verfasst hat.

Richard Pietraß 

Wendekreis. (Gedichte) 

12 Seiten. Fadenheftung, kartonierter Umschlag. - 
5. Privatdruck für den Arbeitskreis Kunst und Kultur Kloster Mildenfurth. Auflage 200. Erstausgabe. - Erschienen zu einer Lesung des Autors am 7. Mai 2007 im Kloster Mildenfurth bei Weida. - Ein kleiner Teil der Auflage für den freien Verkauf über den Verlag. 
ISBN: 3-938743-25-6. EURO 8,--

Dreizeilige Gedichte eines "Mikrokosmikers": - Das neue Jahr / Mit Funkelaugen betreten wir / Die Bar der Sterne.

Barbara Wiedemann

Jakobs Stehen

Jüdischer Widerstand in den Gedichten Paul Celans. Mit einer Grafik von Gisèle Celan-Lestrange

2007. 32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Januar 2007. ISBN 978-3-938743-35-5. EURO 10,--

Nach der jahrelangen editorischen Arbeit am Werk von Paul Celan ist es der Autorin besonderes Anliegen, Celans welthaltige Aufgeschlossenheit, die lange Zeit ignoriert oder nicht erkannt wurde, bis in die Gedichte hinein aufzuzeigen und nachzuweisen.

Eugen Gottlob Winkler

C d H

Club der Harmlosen. Eugen Gottlob Winkler und die musizierenden Schulfreunde, Stuttgart 1928. Vorgestellt von Jörg Kleinbeck und verlegt bei Ulrich Keicher, Warmbronn 2007.

8 Seiten, mit4 Abb. Fadenheftung, broschiert.
Kleine Auflage. EURO 5,--

Diese kleine Dokumentation, ediert aus dem Nachlaß einer Stuttgarter Familie, zeigt den erst 16jährigen E. G. Winkler und seine Schulfreunde als Begeisterte der damals noch jungen Jazzszene.

Martina Kieninger

Sängerin an der Lampe

2006. 28 Seiten. Format 15 x 23 cm. Broschur, fadengeheftet.

Erstausgabe. Dezember 2006. Auflage 300.
EURO 10,--

Oswald Egger

Tag und Nacht sind zwei Jahre

Kalendergedichte

36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 2. Auflage, 300 Exemplare. 2008. € 10,--

Helmut Böttiger

Im Eulenkräut

Hermann Lenz und Hohenlohe

32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. November 2006. Auflage 300. EURO 10,--

Wolfgang Heidenreich

Geröll

Gedichte 2005-2006. Herausgegeben von Uwe Pörksen. Typographie: Friedrich Pfäfflin

104 Seiten. Pappband, fadengeheftet.
2. Auflage Januar 2007. Auflage 500. 
EURO 18,--

Jan Peter Tripp

Querfeldein - auf der Suche nach Jupp

Zur Ausstellung »Vater & Sohn, Bilder über 40 Jahre hinweg«. Franz Josef Tripp - Jan Peter Tripp. Mit 6 montierten Grafiken, Text in der Handschrift des Autors

36 (unpag.) Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Erstausgabe 2006. Auflage 500. EURO 12,--

Hans Dieter Schäfer

Rückkehr ohne Ankunft

Alfred Döblin in Deutschland, 1945-1957. Mit Abbildungen und Beilage

44 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Erstausgabe. August 2006. Auflage 300. EURO 12,--

Brigitte Kronauer

Die Feder des Hyazintharas

Drei Texte über Tiere. 
Frontispiz von Dieter Asmus

32 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
2. Auflage 2008, 300 Exemplare. EURO 10,--

Frei Otto

Das Netz der lebenden Gestalt

Das allseitig geschlossene, mit Wasser gefüllte feinmaschige Netz, ein biegeunsteifes, zugbeanspruchbares, zumeist unter Innendruck stehendes räumliches Tragwerk als Modell für Struktur, Konstruktion und Entstehung
172 Seiten. Format 23 x 22 cm. Blockbuch, Fadenheftung, broschiert.
Auflage 40 numerierte Exemplare. Erstveröffentlichung 2006. EURO 80,--

Richard Pietraß 

Die Aussicht auf das Wort

Gedichte. Zum 60. Geburtstag des Autors von den Freunden aus seinen Büchern zusammengetragen und herausgegeben. Mit 1 Grafik von Christoph Meckel.  2006. 44 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. ISBN: 3-938743-25-5. EURO 10,--

Richard Lányi 

II Verlegerbriefe im Schein der ›Fackel‹. 1905-1938

Herausgegeben von Friedrich Pfäfflin

64 Seiten, mit Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23 cm. Auflage 300. Erstausgabe. April 2006. - Bibliothek Janowitz, Band 12, herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. ISBN 3-938743-24-7. € 18,--

Es gibt eindrucksvolle Zeugnisse für den Umgang des Buchhändler-"Verlegers" Richard Lányi mit seinem Autor Karl Kraus: Er nimmt ihn, zum Beispiel, in Schutz gegen die Angriffe in Emmerich Bekessys Zeitung ›Die Stunde‹, die in Lányis ausgewähltem Sortiment "vorne Sittlichkeit, hinten Kriminalität" meinte beobachten zu können. Und Lányi tritt für seinen Autor öffentlich ein, durch die damals ungewöhnlichen Anzeigen in Tageszeitungen, durch Berichtigungen von Pressemeldungen. Lányi ist "Kartenverkäufer" für Kraus, "Veranstaltungsbüro" für Wiener Vorlesungen und, häufig genug, beteiligt an den Spendenaktionen und Sammlungen für wohltätige und kulturelle Belange.

Friedrich Pfäfflin 

Richard Lányi. I Im Verlag der Buchhandlung. 1917-1938
Eine Bibliographie

40 Seiten, mit Abbildungen und 2 Beilagen. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23 cm. Auflage 300. Erstausgabe. April 2006. - Bibliothek Janowitz, Band 11, herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. 
ISBN 3-938743-22-0. € 15,--

"Es ist mein Ziel: Verleger Ihrer Werke zu werden - ", erklärte Richard Lányi dem Autor des ersten Bandes der ›Worte in Versen‹, die 1916 im "Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff)" erschienen waren. Dieses Ziel hat er nicht erreicht, aber Lányi hat doch - neben Egon Schiele - so viele Bücher von und über Karl Kraus im Verlag seiner Buchhandlung herausgebracht wie kein anderer zeitgenössischer Verleger: nicht Albert Langen, nicht Kurt Wolff und auch nicht der Drucker der ›Fackel‹, Georg Jahoda. - Die Bibliographie mit 132 Nummern verzeichnet alles bei Lányi Erschienene - und nennt auch das Geplante, was der "Anschluß" verhinderte.

Herzallerliebstes Kreidölfli

Emeline Welti und Ernst Kreidolf in Briefen  und Bildern. Bearbeitet von Roland Stark

36 Seiten. Mit 24, teils farbigen Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe in kleiner Auflage. März 2006. 
ISBN 3-938743-21-2. € 12,-- / 19,-- SFr

In die lebenslange Freundschaft zwischen dem Zürcher Maler Albert Welti und dem als Schöpfer des modernen Bilderbuches berühmten Malerfreund Ernst Kreidolf, war auch Weltis temperament- und humorvolle Ehefrau Emeline intensiv einbezogen. "Herzallerliebstes Kreidölfli" ist das Dokument einer Zuneigung, die von der Verehrung des Malerpoeten in Bild und Wort bis zu den menschlich anrührenden Anreden und Schilderungen der einfühlsamen Malersfrau reicht. Zugleich eröffnet diese erstmals publizierte Korrespondenz aus Familienbesitz mit ihren vielen witzigen Illustrationen auf Kreidolfs Grußkarten durch seine Einbettung in den sachkundigen Text von Roland Stark einen einprägsamen Blick auf die Kunststadt München um 1900 mit ihrer großen Schweizer Künstlergemeinschaft.

Matthias Bormuth 

Mimesis und Der christliche Gentleman

Erich Auerbach schreibt an Karl Löwith

36 Seiten, mit 2 Fotos und einer eingebundenen farbigen Beilage. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23 cm. Auflage 300. Erstausgabe. April 2006. 
ISBN 3-938743-23-9. € 10,--

Die Erfahrung des Exils geht in den Blick ein, den Erich Auerbach als Romanist auf die abendländische Literatur wirft. Sie hat ihre zweifache Wurzel in Platons Vorstellung von der Mimesis, der Nachahmung der Wirklichkeit, und dem christlichen Passionsgedanken. Mit dem Philosophen Karl Löwith, ebenfalls ein jüdischer Emigrant, führt Auerbach eine briefliche Kontroverse, ob die Fleischwerdung des Wortes eine positive oder negative Bedeutung für die Moderne besitze. An Montaigne und Stendhal zeigt Auerbach exemplarisch, was daraus für den säkularen Realismus und sein nüchternes Menschenbild folgt. Martin Heideggers ganz anderer Versuch, die christliche Figur weltlich zu deuten, ist als Kontrast präsent. 

Sidonie Nádherný

"No news from home"

Letters to Princess Gillian Lobkowicz, 1949-1950. Edited by Friedrich Pfäfflin

56 Seiten, mit Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23 cm. Auflage 500. Erstausgabe. März 2006. - Bibliothek Janowitz, Band 10, herausgegeben von Friedrich Pfäfflin. ISBN 3-938743-20-4. € 18,--

Die - in leicht lesbarem - Englisch geschriebenen Briefe aus Prag, Deutschland, England und Irland, die von der Flucht aus der Tschechoslowakei und dem Emigrantenleben mit der Unterstützung durch den tschechischen Flüchtlingsfonds erzählen, sind die bewegenden Lebenszeugnisse einer Frau, die am Ende ihres Lebens von sich sagt, sie sei "only a poor little baroness". Die - deutsch geschrieben - Erläuterungen versuchen den politischen Hintergrund einer Geschichte aufzuhellen, deren Wirkungen bis in unsere Gegenwart hereinreichen. Der Band enthält Sidonie Nádhernýs Testament mit der Verfügung, "das künstlerische Vermächtnis von Karl Kraus zu erhalten" und die Herausgabe seines Werks zu fördern.

Manfred Koch

Hölderlins württembergisches Manifest

Die unvollendete Elegie "Der Gang aufs Land" (Essay)

36 Seiten, mit 1 montierten Faksimile. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23cm. Auflage 300. Erstausgabe. Februar 2006. 
ISBN 3-938743-16-6. € 10,--

Erwin Chargaff 

Der Sturm geht über die Felder hin

Rede über Karl Kraus. Nichtgehalten vor den sozialistischen Mittelschülern am 15. Dezember 1925. Mit einer Nachbemerkung von Friedrich Pfäfflin.

28 Seiten, mit 3 Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Format 14 x 23 cm. Auflage 300. Erstausgabe. Februar 2006. - Reihe: Bibliothek Janowitz, Band 9, herausg. von Friedrich Pfäfflin. 
ISBN 3-938743-18-2. € 10,--

Der Naturwissenschaftler Erwin Chargaff hat sich zeitlebens zu Karl Kraus als seinem "Lehrer" bekannt. Die nicht gehaltene, "ungehaltene" und bisher nicht veröffentlichte Rede des zwanzigjährigen Chargaff ist das früheste Zeugnis aus einer langen Beschäftigung mit dem moralistischen Satiriker - und Chargaff erfaßt ihn ganz!

Kristin Rheinwald 

Eduard Mörikes Mozart auf der Reise nach Prag

Begleitbuch zu einer Ausstellung illustrierter Bücher 

aus den Sammlungen Klaus Berge und Martin Hobi, anläßlich der Verleihung des Mörike-Preises der Stadt Fellbach im Mozart-Jahr 2006. Herausgegeben von Christa Linsenmaier-Wolf, Kulturamt der Stadt Fellbach

36 Seiten, mit teils farbigen Abbildungen und einer Beilage. Format 16,5 x 25 cm. Fadenheftung, broschiert. 1. Auflage 400. Februar 2006. 
ISBN 3-938743-15-8. € 12,--

Thomas Milz in der Waiblinger Kreiszeitung zu der Ausstellung: "...Üppig ausgestattet mit hinreißenden, teils farbigen Reproduktionen, die sorgsam eingeklebt wurden, ist das Büchlein selbst eine Kostbarkeit, die allein die Reise nach Fellbach lohnt. Dazu hat Kristin Rheinwald einen kundigen Text verfaßt, der besonders auch über Mörikes Beziehung zu Mozarts Musik informiert."

Barbara Wiedemann

Bitterer innewerden

Paul Celan als Zeitungsleser im Pariser Mai 68

Jahresgabe des Verlags. – 12 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Dezember 2005. € 6,--

Die ausgewiesene Celan-Kennerin (Herausgeberin sämtlicher Gedichte mit Kommentar) erläutert in diesem kurzen Essay die nachweisbaren Einflüsse der Zeitungslektüre bei Paul Celan auf die Entstehung und den Inhalt eines Gedichts.

Ingrid und Frei Otto

Gedanken zur Warmbronner Aue

12 Seiten. Format 11,5 x 21 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. Dezember 2005. € 6,--

Der weltbekannte Architekt hat in diesem kurzen Text, gemeinsam mit seiner Frau, Gedanken zu einem regionalen ökologischen Thema, seinen Wohnort Warmbronn betreffend, formuliert.

Jürgen Muck

Unabgelenkte Aufmerksamkeit

Dickinson, O’Connor und ich. Zwei Gedichte

32 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. November 2005. ISBN 3-938743-12-3.
€ 10,--

Die zwei Langgedichte, welche durch die intensive Beschäftigung des Autors mit Emily Dickinson und Flannery O’Connor entstanden sind, legen wir als nun dritte Publikation von Jürgen Muck in unserem Verlag vor, das sollte für diese Lyrik sprechen.

Volker Demuth

Flughaut Hirnfries

Gedichte

24 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. ISBN 3-938743-14-X. € 10,--

Naturraum und Großstadtszenerie, Weltkrieg, politische Revolte und künstlerische Existenz – das thematische Feld, der »Hirnfries«, des neuen Lyrikbands von Volker Demuth reicht weit. Im außergewöhnlichen Ton dieser Sprache verwandelt sich die zersplitterte Wahrnehmungswelt in eine eindringliche dichterische Offenheit: zwischen den Wörtern der Gedichte wächst die zarte »Flughaut« der Imagination.

Velte, Olaf

Räuber Feuer Brüder 

Neunzehn Gedichte

28 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. Nov. 2005. ISBN 3-938743-13-1. € 10,--

Wulf Kirsten gehört zu jenen, die früh die Qualitäten dieses Lyrikers erkannt haben: »Das Erstaunliche dieser Lyrik, die von schweren, brockigen Konkreta getragen wird, ist die Lakonie, die er mit seinen Aussparungen und Verknappungen erreicht. Kräftige Striche und Schnitte geben den Gedichten den herben Zuschnitt und eine dunkeltönende Klangfärbung«.
Der Autor, Jahrgang 1960, arbeitet als Schafzüchter im elter-lichen Betrieb im Taunus. 2003 erhielt er den »Förderpreis der Deutschen Schillerstiftung« in Weimar.

Dieter Hoffmann – Schwanengesangsstunde 

Noten zur Literatur und Kunst im Werk von Dieter Hoffmann. Herausgegeben von Eckart Kleßmann.

Typographie: Rainer Leippold. – 104 Seiten, mit Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 500. Nov. 2005. ISBN 3-938743-11-5. € 18,--

Dieser Band zeichnet einen Querschnitt durch Leben und Werk von Dieter Hoffmann, dem 70jährigen Lyriker und Autor über Kunst und Künstler. Beginnend mit einem biographischen Teil, folgen einige autobiographische Texte, danach Interpretationen und Rezensionen zum Werk, u.a. von H.-J.Heise, H.D.Schäfer, W.Kirsten, H.Dittberner, L.Harig, B.Jentzsch, Kurt Leonhard, K.Krolow; Briefe und Widmungen, teils im Original abgebildet, u.a. von Max Ackermann, G.B.Fuchs, Ludwig Meidner, Erhart Kästner, Horst Antes und abschließend eine Rede von Eduard Beaucamp (2005) auf Dieter Hoffmann mit dem treffenden Titel »Umgang mit Wort und Bild«.

Leo A. Lensing

Karl Kraus: Brief über den Vater

Faksimile, Umschrift und Kommentar
zu dem Brief an den Bruder Richard, 1897

40 Seiten, mit Abbildungen. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. September 2005. € 14,--
Beilage: Farbiges Faksimile des Originalbriefes, 12 Seiten

Der elfseitige Brief des 23jährigen Karl Kraus, geschrieben am Geburtstag des Vaters, wirft ein überraschendes Licht auf die Familie Jacob Kraus, die Rolle des Bruders Richard bei der Gründung der ›Fackel‹ und die Unterstützung, die der Herausgeber der ›Fackel‹ in der Auseinandersetzung mit dem Drucker Moriz Frisch erfahren hat. 

Dirk Heißerer

Lebensfreundlichkeit

Zu einem unbekannten Brief Thomas Manns (1927). 

32 Seiten, mit 8 Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. August 2005. 
Auflage 300. € 10,--

Der bislang unbekannte Brief, der dem Thomas-Mann-Förderkreis München e.V. im Frühjahr 2005 zur Sichtung vorgelegt wurde, ist die Antwort auf die nicht mehr erhaltene Anfrage eines jungen Buchhändlers in Stuttgart. Carl van Treeck (1906-1945) arbeitete im Albrecht-Dürer-Haus in der Kronprinzstraße 24 und hatte als Leser des Romans "Der Zauberberg" (1924) Fragen an den Autor gestellt. Thomas Manns Antwort geht über eine höfliche Gefälligkeit weit hinaus und hat ausgesprochen programmatischen Charakter. Die entscheidenden Chiffren seiner Lebensphilosophie werden hier einmalig prägnant formuliert.

Karl Mickel

Endlers Wandel, mit einer posthumen Nachbemerkung von Adolf Endler

Editionsbericht, Transkription und mit Anmerkungen versehen von Decima Ramsbottom-Fretsch. 

Typografie Rainer Leippold. 40 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. August 2005.  
Auflage 300. € 12,--

Hanne Lenz

Das Nachtkarussell

Erzählung. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Rainer Moritz

32 Seiten, mit 1 Frontispiz. Fadenheftung, broschiert. 1. Auflage dieser Ausgabe, 300 Exemplare. Juli 2005. € 10,--

Ein schöner Anlaß für den Neudruck dieser Erzählung ist der 90. Geburtstag der Autorin im Juli dieses Jahres. Sie veröffentlichte diesen Text zusammen mit vier weiteren Erzählungen unter dem Pseudonym Cornelia Dehn 1946 im Aegis Verlag / Ulm. Es sollte ihre einzige literarische Veröffentlichung bleiben; in einem Interview 2004 nannte sie dies ihre "Jugendsünde". Ihr Mann, der Schriftsteller Hermann Lenz, befand sich zu jener Zeit noch in Kriegsgefangenschaft und veröffentlichte seinen ersten Prosaband, "Das stille Haus", im Jahr 1947 in der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart. 

Matthias Bormuth

Anmerkungen zu Gottfried Benn 

Ein "Barde des Nationalsozialismus"?

28 Seiten. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. 
Auflage 300. Juli 2005. € 10,--

Roland Stark

Erhart Kästner und das Kinderbuch

28 Seiten, mit 11 Abbildungen, 4 davon farbig. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Juli 2005. € 12,--

Wurzeln im Offenen

Zum achtzigsten Geburtstag von Joachim Uhlmann

Es gratulieren: Jürgen Wellbrock, Lothar Klünner, Christian Schaffernicht, Christoph Meckel, Michael Speier, Hans Schmidt, Joachim Kalka u. d. Verleger 

24 Seiten, mit 3 Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Auflage 200. Erstausgabe. Mai 2005. € 10,--

Kurt Krolop

Die Hörerin als Sprecherin: Sidonie Nádherný und "ihre Sprachlehre"

28 Seiten, mit 1 Foto und 6 Seiten Faksimile. Faden-heftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Mai 2005 - Reihe: Bibliothek Janowitz, Band 8, hrsg. von Friedrich Pfäfflin. € 10,--

Karl Kraus schätzte die "schöne Sprachnähe" Sidonie Nádhernýs, die er in seinen Briefen häufig zitierte. Sie hat in der Sprachschule der ›Fackel‹ nicht nur manches gelernt; sie hat Kraus manches gelehrt, der ihr deshalb das Buch ›Die Sprache‹ (1937) zugedachte. Es erschien erst postum - und wurde von ihr mitfinanziert.

Lutz Seiler

Die Anrufung

(Essay und vier Gedichte)

24 (8) Seiten. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe Mai 2005. € 10,--

 

 

Im September 2005 auf dem 3. Platz der SWR-Bestenliste.

Katja Lange-Müller

Stabile Seitenlage

Zwei Erzählungen

20 Seiten. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe Mai 2005. € 8,--

Werner Dürrson

Schillerknochen

Ein Gedicht mit Vorstudien und Abbildungen

24 Seiten, mit 4 Abbildungen. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe Mai 2005. € 10,--

So ist es nun mal

Gottfried Benns Briefwechsel mit Gert Micha Simon 1949-1956

Herausgegeben und kommentiert von Peter Salomon. Mit 8 Abbildungen

28 Seiten. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe Mai 2005. € 10,--

Hans Dieter Schäfer

Gottfried Benn und das Offizierskorps

36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 
Erstausgabe. Januuar 2005.  Auflage 300. € 10,--

Hans Dieter Schäfer hat für unsere Gottfried Benn-Reihe eine interessante Abhandlung verfaßt; im Mittelpunkt stehen zwei Gedichte, "Kasino" (1912) und "General" (1938), beide beziehen sich auf das Umfeld des Militärs und hätten auf keinen Fall in einer Buchausgabe während des 3. Reiches erscheinen können.

Joachim Kalka. 

Zwetsgen-Baum-Holz

Mörike als Improvisator grotesker Stimmen

32 Seiten, mit Abbildungen. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Dezember 2004. € 10,--

Die groteske Seite im literarischen Werk Mörikes ist noch relativ unbekannt. Der Stuttgarter Autor Joachim Kalka hat sich damit befaßt und einen spannend zu lesenden Essay darüber verfaßt. 

Bibliothek Janowitz Band 4

Christian Wagenknecht

Schreiben im Horizont des Druckens: 
Karl Kraus

36 Seiten, mit Abbildungen. Format 14 x 23 cm. 
Fadenheftung. Broschiert. Auflage 300. Erstausgabe.
November 2004. € 10,--

Bibliothek Janowitz Band 3

Friedrich Pfäfflin. 

Vom Verglühen der Fackel

Karl Kraus und sein Verlag. 1930-1936

28 Seiten, mit Abbildungen. Format 14 x 23 cm. 
Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Oktober 2004. € 10,--

Rainer Malkowski.  

Am Schreibtisch

Bibliographie und ausgewählte Texte. Herausgegeben von Matthias Kußmann

120 Seiten, 6 Abbildungen. Format 14,2 x 23 cm. Broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
ISBN 3-932843-73-8. € 18,-

Reihe: Mainzer Bibliographien, Band 1. Herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur · Klasse der Literatur
Der Lyriker Rainer Malkowski (1939-2003) hat ein eher schmales, dafür aber umso gewichtigeres und von der Kritik durchweg gelobtes Werk hinterlassen. Die vorliegende Bibliographie von Matthias Kußmann verzeichnet nicht nur die Einzelwerke und nichtselbständigen Veröffentlichungen, sondern auch die Beiträge über Rainer Malkowski und sein Werk, Titel- und Personenregister erleichtern den Zugriff. Ausgewählte Gedichte zur Poetologie, zwei Essays zur Autobiographie und Poetologie, sowie der Nachruf von Walter Helmut Fritz lassen das Bild eines Dichters aufleben, der sich 1972 entschloß, die Teilhaberschaft an einer internationalen Werbeagentur aufzugeben und vom Schreiben zu leben. 
Der vorliegende Band ist der erste der ›Mainzer Bibliographien‹, die künftig - in unregelmäßiger Folge - bei uns erscheinen werden.

Dorothea Grünzweig. 

Die Holde der Sprache

Ein Essay

36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert.
Auflage 300. Erstausgabe. November 2004. € 10,--

Die diesjährige Trägerin des Christian-Wagner-Lyrikpreises legt hier eine Art Poetologie vor, die in engem Zusammenhang zu sehen ist zu ihren bisherigen drei Lyrikbänden. 

Ludwig Geve

Wenn ich es könnte, gäb' ich dir Bescheid

Zehn Gedichte, ausgewählt zum 23. September 2004 (und mit einem Nachwort) von Reinhard Tgahrt

16 Seiten, unpag. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. September 2004. EURO 8,--

Rolf Sauerwein / Albrecht Fabri

Die Hand ist klüger als der Kopf

Vier farbige Kugelschreiberzeichnungen, mit einem Text von Albrecht Fabri

16 Seiten. Format 17 x 26 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 100. September 2004. EURO 10,--
Die 4 Farbabbildungen sind einmontiert. 

Thomas Rosenlöcher

Das Eisen blitzen sehen

Drei Kapitel über Eduard Mörike

36 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Erstausgabe. Auflage 300. 
September 2004. EURO 10,--

Ute Schönwitz

Schellings letzte Reise

32 Seiten, mit 2 Abbildungen im Text und einem farbigen Frontispiz. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. August 2004. 
ISBN 3-932843-74-6. € 10,--

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling reiste zur Erholung und Genesung häufig in Badeorte, vor allem nach Karlsbad und Bad Pyrmont. Seine letzte Badereise 1854 führte ihn jedoch nach Bad Ragaz in die Schweiz. Die Autorin beschreibt anhand historischer Quellen sowohl diese letzte Reise, als auch die Umstände des Todes; ebenso erhalten wir ein eindrückliches Bild von der Beschaffenheit des monumentalen Grabmals, das der bayerische König Maximilian II. seinem "geliebten Lehrer" errichten ließ.

Wulf Kirsten

Steinmetzgarten / Das Uhrmacherhaus

Zwei Erzählungen

32 Seiten. Format 15 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Juni 2004. € 10,--

Die beiden Geschichten hat Wulf Kirsten in neuester Zeit geschrieben, basierend auf Erinnerungen an die Nachkriegszeit und die ländlichen, dörflichen Verhältnisse in der jungen DDR, wo es durchaus Eigenbrötler und Außenseiter gab. Kirsten versteht es wie kein anderer, dies in einer poetischen wie auch witzig-ironischen Sprache zu erzählen, man könnte auch sagen, in provokanter Einfachheit.

Rainer Moritz 

Lieber an Cleversulzbach denken

Hermann Lenz und Eduard Mörike

28 Seiten. Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Juli 2004. € 10,--

Dies ist der überarbeitete Text eines Vortrags, den der Autor in Künzelsau im Zusammenhang mit den Veranstaltungen zu Eduard Mörikes 200. Geburtstag gehalten hat. Der Stuttgarter Lenz fühlte sich seinem schwäbischen Dichterkollegen in vielen Bereichen verwandt, hat es in seinem Werk auch immer wieder thematisiert; ausführlich ist er in seiner 200 Seiten starken Erzählung "Erinnerung an Eduard" (1981) darauf eingegangen.

Albrecht Goes

Mörike

Mit einem Vorwort von Wolfgang Frühwald
Typografie Rainer Leippold. 

96 Seiten. Format 12,5 x 21 cm. Pappband. Aufl. 600.
Juli 2004. ISBN 3-932843-68-1. 
Neuauflage. € 12,--

Diese Monographie über Eduard Mörike erschien 1938 im Cotta Verlag in der Reihe "Die Dichter der Deutschen" und war Albrecht Goes' erste umfangreichere Arbeit. Das Buch war erfolgreich und erreichte bis ins Jahr 1954 in mehreren Auflagen 69 Tausend Exemplare. Danach war der Titel vergriffen, bis heute - und somit bietet das Mörike-Jahr die beste Gelegenheit, diesen lesenswerten Text wieder an die Öffentlichkeit zu bringen, aktualisiert durch das Vorwort des Münchner Germanisten Wolfgang Frühwald, dazu neu gesetzt und in eine typografisch sehr ansprechende Form gebracht von Rainer Leippold. 

Nicht weit vom Dorf zwei Linden stehn

Eduard Mörike in Eltingen. 
Eine Dokumentation, herausgegeben und beschrieben von Christian Kugelmann

32 Seiten, mit Abbildungen. Format 15 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. 
Juli 2004. € 12,--

Kaum einer unserer Dichter dürfte es auf so viele Ortswech-sel gebracht haben wir Eduard Mörike; daher sind die Festivitäten zu seinem runden Geburtstag auch über das ganze schwäbische Land in großer Zahl verstreut. - So war Mörike auch ein knappes halbes Jahr (1831/32) in dem Dorf Eltingen, das heute zu Leonberg gehört, als Pfarramtsverweser eingesetzt. Diese Zeit wird hier, vor allem an Hand der Briefe, aber auch weniger bekannter Dokumente, dargestellt.

Erhart Kästner und Albrecht Fabri

Das Wort ist Schlüssel

Texte und Briefe, herausgegeben von Christian Kugelmann. Mit 4 Abbildungen und einer Beilage. 
Juni 2004. 36 Seiten. Format 15 x 23 cm.
Fadenheftung, broschiert. Best.Nr. 19098 12,--
Erstausgabe. Auflage 300.

Erhart Kästner lernte Albrecht Fabri zuerst aus Texten in literarischen Nachkriegszeitschriften und dann durch dessen Erstling "Der schmutzige Daumen" (1948) kennen. Er besprach diesen Band als Redakteur des Literaturblattes der Augsburger Schwäbischen Landeszeitung und daraus ergab sich eine Briefkommunikation, die 1957, bzw. 1959 endete.
Kästner hielt Fabris Werk für so bedeutend, daß er, als Mitglied der Jury, den Band "Variationen" (1959) für den Bremer Literaturpreis vorschlug, - Preisträger wäre allerdings Günter Grass mit der "Blechtrommel" geworden, wenn die Entscheidung nicht zu einem Skandal geführt hätte und der Preis deshalb nicht vergeben wurde - der Einsatz von Erhart Kästner für Fabri wird abschließend noch mit drei Briefen an Jurymitglieder dokumentiert.

Ludwig Harig

Sterne hab ich gezählt

Geburtstagsrede für Johannes Kühn. 
Juni 2004. 24 Seiten. Fadenheftung, broschiert.
Best.Nr. 19094 10,--
Erstausgabe. Auflage 300. 

Johannes Kühn wurde am 3. Februar dieses Jahres 70 Jahre alt. Ludwig Harig hat ihm einen Tag danach eine festliche Rede gehalten, die wir hier vorlegen. Da Johannes Kühn am 7. Juni der Hölderlin-Preis in Bad Homburg verliehen wird, sei uns der Termin Anlaß, die Rede an diesem Tag erscheinen zu lassen.

Erhart Kästner

x mal Buch

Mit 2 Farbabbildungen. März 2004. 24 Seiten. 
Format 14 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. 
Best.Nr. 18967 10,--
Auflage 300. 

Zum 100. Geburtstag von Erhart Kästner am 13. März 2004 haben wir diesen Essay veröffentlicht, der das einzige Mal in dem Kunstkatalog "ars multiplicata" 1968 in Köln abgedruckt war. Von der allgemeinen Betrachtung zum Buch, vom "Prinzip des Multiplen", bis hin zum modernen Malerbuch, dem in den 60er Jahren zentralen Thema des Autors, führt uns dieser Text.

Johannes Kühn

Ich muß nicht reisen

Siebzehn Gedichte

28 Seiten. Format 15 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. 
Februar 2004. € 10,--

Zum 70. Geburtstag des Autors am 3. Februar 2004 erscheinen diese neuen Gedichte, welche überwiegend im Laufe des vergangenen Jahres entstanden sind. Die Freunde Irmgard und Benno Rech haben die Auswahl getroffen. 

Johann P. Tammen

Alles erinnert an uns. Noch Licht

Fünfzehn Gedichte mit zwei Zeichnungen und einem Nachwort von Christoph Meckel

28 Seiten. Format 15 x 23 cm. Fadenheftung, broschiert. Auflage 300. Erstausgabe. Februar 2004. € 10,--

Tammens Bekanntheitsgrad in der Literaturszene beruht in erster Linie auf seiner Herausgeberschaft der Zeitschrift DIE HOREN, Christoph Meckel schreibt deshalb über den Autor: "... Der andere und derselbe ist der Dichter, Johann am Meer, an der friesischen Küste zuhaus, gleicherart ruhig und ruhelos, fest geerdet und heftig fliegend, schreibend in der sachlichen Würde der Langsamkeit..., seine Sätze sind ineinander verschmolzen, wider-ständig, poetische Legierungen, vielleicht eine Silbe zu wenig, kein Wort zu viel ..."