Warmbronn im März 2017

Verehrte Leserin, geehrter Leser,

der Anfang des Jahres 2017 läßt mich nach zwei »Schwächejahren« wieder etwas optimistischer in die Verlagszukunft blicken. Die durch den Tod meiner Frau entstandene Lücke, psychisch wie physisch, hat den Schwung allerdings reduziert, so dass weniger neue Titel entstehen werden, wobei dies mit über siebzig nicht so ganz unnormal ist.
Der in der Vorschau im vergangenen September angekündigte Titel »Schmerz als Erlebnis und Erfahrung. Deutungen bei Ernst Jünger und Viktor von Weizsäcker«, von Sebastian Kleinschmidt, ist noch im alten Jahr erschienen, ebenso die »Wahrhafte Wirklicheit« von Matthias Bormuth, eine Folge von Briefen Erich Auerbachs, welche Matthias Bormuth jeweils eingeleitet hat; dafür entfällt der angekündigte Essay des Autors über Peter Suhrkamp.
Im Februar erschienen nun 3 Titel hintereinander: erstmals bei uns Michael Buselmeier mit dem Text »Heidelberg – Stadt der Dichter?«, dann von Christian Schaffernicht, dessen sechster Titel dies im Laufe der Jahre geworden ist, »Moment von acht Gedichten mit einer Replik« – und zuletzt von Helmut Böttiger ein Essay Peter Weiss und seine »Ästhetik des Widerstands« betreffend mit dem Titel »Das herausgemeißelte Jahrhundertwerk«. Mit fünf Abbildungen wird auch an den bildenden Künstler erinnert.

Abschließend ein Aufruf an Autoren und Nochnichtautoren: Alter und Gesundheit veranlassen mich zu der Bitte, mir keine Manuskripte zu senden, auch Anfragen in dieser Hinsicht zu beantworten fallen mir schwer – ich bitte um Verständnis und grüße herzlich –

Ulrich Keicher